Apple Wallet: Startschuss für den digitalen Personalausweis und Führerschein
Der Startschuss für die beiden persönlichen Dokumente in der Wallet App ist gefallen. Den Anfang machen jedoch zuerst nur acht US-Bundesstaaten.
Die Apple Wallet ist der digitale Aufbewahrungsplatz für sämtliche Karten des Alltages. Dazu zählen neben Kredit- und Debitkarten auch Kunden-, Bonus-, oder Bordkarten. Den Möglichkeiten sind grundsätzlich keine Grenzen gesetzt. Vor allem die Hinterlegung von Kreditkarten stellt beim täglichen Einkauf eine enorme Erleichterung dar, wenn an der Kasse statt der Karte, lediglich die Apple Wallet geöffnet muss.
Auf der diesjährigen WWDC im Juni kündigte Apple eine Erweiterung der Anwendungsbereiche an. So sollen mit iOS 15 und watchOS 8 zukünftig auch persönliche Dokumente wie der Führerschein und der Personalausweis in der Wallet integriert werden können. In einer eventuellen Personenkontrolle würde es somit genügen, das mitgeführte Smartphone zu zücken.
Die ersten US-Bundesstaaten bestätigten nun, dass sie beide genannten Dokumente in digitaler Form auf dem iPhone akzeptieren werden.
Acht Bundesstaaten sind die Vorreiter
Den Anfang machen die Bundesstaaten Arizona, Connecticut, Georgia, Iowa, Kentucky, Maryland, Oklahoma und Utah. Da es sich bei der Digitalisierung von persönlichen Dokumenten um einen langwierigen Prozess handelt, wird die Akzeptanz in den besagten Staaten vorerst auch nur auf bestimmte Situationen und Orte beschränkt.
So soll der digitale Ausweis zunächst nur an ausgewählten Kontrollpunkten von Flughäfen zum Einsatz kommen. Bis der Ausweis und der Führerschein in Kartenform komplett zu Hause bleiben können, wird es noch eine ganze Weile dauern.
Einrichtungsverfahren ähnelt dem von Apple Pay
Die persönlichen Dokumente lassen sich ähnlich wie Kreditkarten in die Wallet übertragen. Über das Plus-Symbol in der Wallet-App können Nutzer eine neue Karte hinzufügen und die erforderlichen Daten eingeben. Der Führerschein und der Personalausweis lassen sich auch über eine Scan-Funktion in die Anwendung übertragen.
Zur Sicherheit und zur Verifizierung des jeweiligen Nutzers muss ein zusätzliches Selfie aufgenommen und anschließend verschiedene Kopfbewegungen ausgeführt werden.
Je sensibler die hochgeladenen Dokumente werden, desto mehr Bedeutung erhält der damit verbundene Datenschutz. So sollen weder Apple noch andere staatliche Stellen Informationen darüber erhalten, ob, wann oder wo der digitale Ausweis zum Einsatz gekommen ist. Die Kommunikation mit Lesegeräten erfolgt verschlüsselt, sodass Unberechtigte keine Daten abgreifen können. Die Dokumente können zudem lediglich über Face ID oder Touch ID aufgerufen werden.
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