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2G, 3G, 4G oder 5G: Der Unterschied verschiedener Mobilfunknetze einfach erklärt

Im Zusammenhang mit Handyverträgen war und ist immer wieder die Rede von 2G, 3G, 4G oder 5G. Wir schauen uns an, was sich hinter den einzelnen Mobilfunknetzen verbirgt und wie man erkennt, welches Netz beim eigenen Smartphone zum Einsatz kommt.

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AppTickerTeam
16.02.20235 Min. Lesezeit
2G, 3G, 4G oder 5G: Der Unterschied verschiedener Mobilfunknetze einfach erklärt
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Die Geschichte des mobilen Internets reicht weit zurück: Bereits in den 1980er Jahren war es möglich, über analoge Mobilfunknetze E-Mails abzurufen und IRC-Dienste zu nutzen. Aufgrund der hohen Kosten und der geringen Übertragungsrate setzte sich diese Option in der breiten Masse jedoch nicht durch.

Die verschiedenen Generationen mobiler Netze (2G, 3G, 4G und 5G) haben im Laufe der Zeit eine erstaunliche Entwicklung durchlaufen. Die wichtigsten Unterschiede zwischen den einzelnen Generationen im Überblick:

  • 2G (Second Generation): Dies war das erste mobile Netz, das digitales statt analoges Signal übertrug. Es wurde in den 1990er Jahren eingeführt und ermöglichte Sprach- und Textnachrichten. Das 2G-Netz bot jedoch keine hohen Datenraten und war im Vergleich zu modernen Netzen relativ langsam.
  • 3G (Third Generation): Das darauffolgende Netz wurde Mitte der 2000er Jahre eingeführt und bot höhere Datenraten für Anwendungen wie mobiles Internet und Video-Streaming. Es war auch möglich, über das 3G-Netz Videotelefonie zu nutzen. 3G wurde inzwischen wieder komplett deaktiviert.
  • 4G (Fourth Generation): Dieses Netz wurde Ende der 2000er Jahre eingeführt und bot sehr hohe Datenraten für Anwendungsgebiete wie High-Definition-Streaming, mobiles Gaming und Cloud-Computing. 4G führte auch die LTE-Technologie ein, die schnellere und zuverlässigere Übertragungen von Daten ermöglichte. 4G bietet zudem noch heute die Grundlage für die flächendeckende Versorgung mit Mobilfunknetzen.
  • 5G (Fifth Generation): Dies ist die neueste Generation mobiler Netze und bietet noch höhere Datenraten und geringere Latenzzeiten als 4G. Die 5G-Technologie ermöglicht es, Anwendungen wie Virtual und Augmented Reality, autonomes Fahren und das Internet der Dinge (IoT) zu unterstützen. Mit 5G werden auch die Bandbreite und die Kapazität des mobilen Netzes erweitert, um eine größere Anzahl von Nutzer zu erreichen.

Ein weiterer wichtiger Unterschied zwischen den verschiedenen Generationen mobiler Netze besteht darin, dass jede Generation unterschiedliche Frequenzbänder nutzt. Zum Beispiel nutzt 2G in der Regel Frequenzen zwischen 900 MHz und 1,8 GHz, während 5G auch auf höhere Frequenzen zwischen 24 GHz und 28 GHz zurückgreifen kann. Diese höheren Frequenzen ermöglichen schnellere Datenübertragungsraten und eine höhere Kapazität, erfordern jedoch auch mehr Sender und Empfänger, um eine flächendeckende Abdeckung zu gewährleisten.

Insgesamt bieten die verschiedenen Generationen mobiler Netze jeweils bessere Technologien und höhere Datenraten als die vorherige Generation. Mit der Einführung von 5G wird das mobile Netzwerk schneller und leistungsfähiger als je zuvor und bietet eine neue Welt von Möglichkeiten und Anwendungen.

Inzwischen wird jedoch bereits die Entwicklung von 6G stark vorangetrieben. Der dann neueste Mobilfunkstandard soll Berichten zufolge Übertragungsraten von bis zu 400 GB/s unterstützen und könnte in noch ungeahnten Betätigungsfeldern wie dem Kommunizieren mittels Hologrammen zum Einsatz kommen. 

Hinweis auf Mobilfunknetz am oberen Displayrand

Damit Handynutzer sämtliche Vorzüge des 5G-Netzes genießen können, müssen insgesamt drei Voraussetzungen erfüllt sein: 

  1. Verwendung eines 5G-fähigen Smartphones
  2. 5G muss Bestandteil des aktuellen Mobilfunkvertrags sein
  3. Aufenthaltsort muss mit ausreichender 5G-Abdeckung versehen sein

Es wird also schnell deutlich, dass ein Mobilfunkvertrag inklusive 5G nicht ausreichend ist. Neben einem 5G-fähigen Smartphone spielt auch immer der Aufenthaltsort eine entscheidende Rolle beim Surfen und Telefonieren im 5G-Netz. Die neueren Modelle fast aller großen Smartphone-Hersteller unterstützen in der Regel den aktuellen Mobilfunkstandard. 

Das erste iOS-Gerät mit einem 5G-Modul war das iPhone 12 aus dem Hause Apple. Samsung hat dagegen bereits im Jahr 2019 mit dem Galaxy S10 das erste 5G-fähige Smartphone auf den Markt gebracht. Seitdem werden fast alle Geräte der Mittel- und Oberklasse mit einem entsprechenden Modul ausgestattet. 

Beim Blick auf den oberen Displayrand wird schnell deutlich, welches Netz zum Einsatz kommt. Sowohl beim iPhone als auch bei Android-Geräten wird beim Vorliegen aller Voraussetzungen ein eindeutiges 5G-Zeichen neben dem Akkustand eingeblendet. Kommt dagegen das 4G-Netz zum Einsatz, erscheint konsequenterweise das 4G-Symbol. Bei Android-Geräten kann es außerdem vorkommen, dass stattdessen an erwähnter Stelle ein Hinweis auf "LTE" oder "LTE+" erscheint. 

Sollte keines der genannten Netze verfügbar sein, stellt das Gerät automatisch auf 2G um, da das 3G-Netz inzwischen nicht mehr betrieben wird. Am "E" oder "Edge" bzw. "GPRS" erkennt der Nutzer, dass sämtliche Aktivitäten, die eine einigermaßen stabile Internetverbindung benötigen, für einen gewissen Zeitraum hinten angestellt werden müssen. 

LTE bedeutet nicht automatisch hohe Übertragungsrate

Das in der vierten Generation weiterentwickelte LTE-Netz (rein technisch gesehen gehört LTE dem 3G- bzw. 3.9G-Netz an) bietet theoretisch Übertragungsraten von mehreren hundert Megabyte. Allerdings bestimmen die Provider den Durchlass der einzelnen Tarife selbst. Heißt: Selbst wenn ein Anbieter mit dem LTE-Netz wirbt, kann die Übertragungsrate auf wenige MB beschränkt werden. 

Anbieter von sogenannten Low-Budget-Tarifen lassen ihre Kunden in der Regel mit Übertragungsraten zwischen 25 und 50 Megabyte pro Sekunde surfen. 

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