AirTags: Apple kündigt zahlreiche Maßnahmen gegen unerlaubtes Tracking an
Mit den AirTags kann man nicht nur verlorene Gegenstände wiederfinden, sondern auch Personen gezielt ohne deren Wissen orten. Apple hat nun in seinem Newsroom mehrere Maßnahmen gegen unerlaubtes Tracking angekündigt.

Im April letzten Jahres hat Apple die AirTags vorgestellt. Die smarten Etiketten werden hierzulande für einen Stückpreis von 35 Euro verkauft und können dank einer umfangreichen Zubehörpalette an einer Vielzahl von Objekten angebracht werden. Doch schon kurz nach ihrer Einführung wurde bekannt: Die AirTags werden nicht nur für den gedachten Zweck eingesetzt.
"Unerlaubtes Tracking" ist das Schlagwort. Im Netz machen zahlreiche Berichte von Nutzern die Runde, dass der Tracker von Apple dazu benutzt wurde, die betroffenen Personen ohne deren Wissen zu orten. AirTags wurden schon in Autos, Handtaschen und anderen Orten platziert. Man denke zum Beispiel an den eifersüchtigen Partner, der mit einem heimlich platzierten AirTag dazu in der Lage ist, den Standort der besseren Hälfte rund um die Uhr zu orten.
Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden
In seinem Newsroom hat sich Apple der Thematik des unerlaubten Trackings angenommen. So gibt der Konzern an, dass sich wohl die Zahl der bekannten Fälle derzeit noch in Grenzen hält. Es sind allerdings auch schon Berichte in Cupertino aufgeschlagen, wo die AirTags für böswillige und kriminelle Zwecke eingesetzt wurden.
Apple schreibt dazu, dass man in solchen Fällen eng mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeitet. Da jeder AirTag über eine individuelle Seriennummer verfügt, die mit einer Apple ID verknüpft ist, können diese eindeutig einer Person zugeordnet werden. Apple kann die gekoppelten Accountdaten als Reaktion auf eine Vorladung oder eine rechtsgültige Anfrage von Strafverfolgungsbehörden zur Verfügung stellen, was laut Apple schon passiert ist:
- "Wir haben erfolgreich in Fällen zusammengearbeitet, in denen die von uns zur Verfügung gestellten Informationen dazu verwendet worden sind, ein AirTag zum Täter zurückzuverfolgen, der dann festgenommen und angeklagt worden ist."
Neue Maßnahmen in Arbeit
Apple will weiterhin aktiv gegen unerlaubtes Tracking vorgehen. Für seine AirTags hat der Konzern folgende neuen Entwicklungen angekündigt, die im Newsartikel wie folgt aufgeführt werden:
- Neue Datenschutzhinweise beim Einrichten der AirTags: Nutzer werden explizit auf die ordnungsgemäße Bestimmung der Tracker sowie auf die Kooperation mit den Strafverfolgungsbehörden seitens Apple im Fall eines Missbrauchs hingewiesen.
- Behebung von Problemen bei Sicherheitshinweisen im Zusammenhang mit AirPods: Das Apple-Headset wird nicht mehr fälschlicherweise als "unbekanntes Objekt" angezeigt.
- Aktualisierte Support-Dokumentation: Das Support-Dokument zum unerwünschten Tracking wurde aktualisiert und beschreibt jetzt noch detaillierter, wie die Sicherheitsfunktionen und das "Wo ist?"-Netzwerk funktionieren.
Bestehende Funktionen werden aktualisiert
Neben den neuen Maßnahmen will Apple bereits vorhandene Funktionen, die sich gegen unerlaubtes Tracking richten, überarbeiten und aktualisieren.
Dabei handelt es sich u. a. um:
- die genaue Suche (ab dem iPhone 11 verfügbar)
- die Sicherheitshinweis mit Ton
- eine Verfeinerung der Logik der Sicherheitshinweise bei unerwünschtem Tracking
- die Einstellung des Tons des AirTag; es wird neue, lautere Töne geben
In der Vergangenheit hat Apple schon einiges getan, um Nutzer gegen unerwünschtes Tracking zu schützen. Neben einem Update der "Wo ist?"-App, das mit iOS 15.2 und iPadOS 15.2 ausgerollt wurde, hat der Konzern mit "Tracker Detect" auch eine App für Android-Nutzer veröffentlicht.
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