Sonstiges · AirTags

AirTags für das Portmonnaie: Bastler verwandelt Tracker in flache Karte

AirTags sind nicht unbedingt für das Verstauen in einem Portemonnaie gemacht. Ein Bastler wollte das ändern und baute den Tracker mit Hilfe von Feinarbeit und einem 3D-Drucker in ein kartenförmiges Gehäuse ein. Seine Druckdatei steht zum Download für jedermann bereit.

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AppTickerTeam
08.05.20213 Min. Lesezeit
AirTags für das Portmonnaie: Bastler verwandelt Tracker in flache Karte
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AirTags sind praktisch, um verlorene oder gestohlene Gegenstände beinahe überall auf der Welt orten zu können. Aus diesem Grund ist es gar keine so verwerfliche Idee, einen AirTag im Portemonnaie zu platzieren, denn dort bewahren wir wichtige Gegenstände auf. Leider ist ein AirTag diskusförmig und relativ dick, sodass er dort oftmals nicht genau passen und viel Platz weg nehmen würde. Ein Bastler hat für das Problem eine Lösung gefunden und den AirTag in ein flaches Gehäuse in der Form einer Karte umgebaut. Der AirTag funktioniert danach einwandfrei, nur der Pieper macht kleine Probleme.

Ein AirTag im Portemonnaie: So gelingt der Umbau

Damit ein AirTag platzsparend in ein Portemonnaie passt, muss seine ursprüngliche Form in eine flachere umgewandelt werden. Der Bastler Ngai fand dafür eine Lösung und baute den so Tracker um, sodass er hinterher in ein kartenförmiges Gehäuse passte.

Für den Umbau musste Ngai seinen Tracker auseinandernehmen. Zuerst entfernte er sachgemäß die Knopfzelle, indem er die Rückseite des Trackers öffnete. Den Kleber des Batteriehalters und der Platine entfernte er mit einer Heißluftpistole. Das sind die beiden Herzstücke der AirTags, deshalb musste sich der Bastler nach der Trennung versichern, dass er nichts beschädigt hatte. Erst dann konnte er sich ein neues Design überlegen, welches für ein Portemonnaie geeignet sein würde.

Er entschied sich für die Form einer Karte, da diese kompakt ist und einfach hinter anderen Karten wie dem Ausweis oder der Bankkarte platziert werden kann, welche ohnehin meist im Portemonnaie gelagert werden. Die beiden Bauteile, die zuvor übereinander gewesen waren, platzierte er nun einfach nebeneinander. Nachdem er sie verlötet hatte, war die Karte fertig. Ein weiterer Test sollte zeigen, ob die AirTags noch immer funktionieren: Sie taten das, was sie tun sollten. Die Ortung mit Hilfe der "Wo ist?" App verlief reibungslos. Doch Ngai berichtete tatsächlich von einem kleinen Problem: Normalerweise kann man die AirTags piepsen lassen, wenn man nach ihnen sucht. Nach dem Umbau soll der Ton allerdings eher schwach gewesen sein.

Eine Erklärung hierfür kann man in dem Aufbau der AirTags finden: In dem Bastlerportal iFixit, in welchem normalerweise Anleitungen zu Reparaturen veröffentlicht werden, wurde der Tracker bereits einmal zerlegt, um sich das Innenleben anzuschauen. Dabei fand man heraus, dass dessen Gehäuse nicht nur einen Schutz bietet, sondern auch ein Teil des Lautsprechers ist, über den die Töne abgespielt werden. Eine Entfernung des Gehäuses führt folglich dazu, dass zugleich ein Teil des Lautsprechers fehlt.

Dennoch lässt sich der Umbau als Erfolg bezeichnen und ist zudem äußerst praktisch. Das Problem ist marginal und kann eventuell sogar behoben werden, dazu braucht es nur Ideen. Für potenzielle Nachahmer hat Ngai eine STL-Datei veröffentlicht, in der das Design des Kartengehäuses gespeichert ist. Dieses kann dann mit Hilfe eines 3D-Druckers ausgedruckt werden.

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