Akku: Marketing hat bei den neuen MacBook Pro gegenüber den technischen Überlegungen gewonnen
Bei den neuen MacBook Pro gibt es einige Kritikpunkte, welche besonders den Akku oder genauer gesagt die Akkulaufzeit betreffen. Zwar gibt Apple wie immer 10 Stunden als normale Betriebszeit pro Ladung an, doch die Akkus fallen bei beiden Displaygrößen deutlich schwächer aus, als es bei den Modellen des letzten Jahres des Fall ist.
So hat das Anfang 2015 erschienene Retina MacBook Pro mit einem 13"-Display einen Akku mit 74,9Wh Energiekapazität, während das neue 13-Modell mit Touch Bar nur noch 49,2Wh besitzt. Ähnlich verhält es sich auch bei den größeren 15"-Modellen. Das Mitte des letzten Jahres erschienene 15" Retina MacBook Pro hat einen Akku mit 99,5Wh, das Modell dieses Jahres mit Touch Bar nur noch 76Wh, also auf dem Niveau des 13"-Modells des letzten Jahres.
Speziell professionelle Anwender fragen sich, wieso Apple diesen Schritt gegangen ist. Die Physik lässt sich nicht betrügen und bei einem dünneren Gehäuse, wie bei den aktuellen MacBook Pro, bleibt auch naturgemäß einfach weniger Platz für den Akku übrig. Laut einem aktuellen Bericht von Bloomberg wäre es aber vielleicht doch möglich gewesen, etwas mehr Akkulaufzeit rauszuholen, wenn man die interne Geometrie des Gehäuses besser ausgenutzt hätte.
Doch diese speziellen Akkus fielen laut dem Bericht durch einen internen Test, und so entschied sich Apple die deutlich schwächeren Akkus in die beiden Modellreihen mit 13" und 15" einzubauen. Das wird wiederum damit begründet, dass Apple zum Weihnachtsgeschäft fertige Geräte anbieten wollte, die wiederum dünner sind als die Geräte der letzte Jahre.
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