Amazon: Prime Video soll zukünftig mit mehr Werbung versehen werden
Viele haben es bereits vorgemacht und nun scheint ein weiterer Anbieter nachzuziehen: Die Rede ist von einem günstigeren Tarif, der sich zum Teil über Werbeeinblendungen finanziert. Offenbar soll es ein ähnliches Angebot schon bald für Prime Video von Amazon geben.

Der Versandhändler Amazon ist schon lange weitaus mehr als ein reiner Online-Shop mit extrem schnellen Lieferzeiten. Beispielsweise bietet Amazon seinen Prime-Kunden Zugriff auf den Streamingdienst "Prime Video", der neben einer breiten Auswahl an Serien, Filmen und Dokumentationen seit Kurzem auch ausgewählte Spiele der UEFA Champions League im Angebot hat.
Wie ein Bericht des Wall Street Journals jetzt verrät, sollen zukünftig deutlich mehr Werbeinhalte über Amazon Prime eingeblendet werden. Das Unternehmen will auf diese Weise seinen Videodienst weiter monetarisieren, um Gelder für die verstärkte Produktion eigener Inhalte zu generieren.
Wer Prime Video nutzen will, kann dies aktuell auf zwei Arten tun. Entweder man ist für 8,99 Euro im Monat bzw. 89,90 im Jahr Euro Prime-Kunde und kann automatisch auf die gesamte Mediathek zugreifen oder man nutzt den kostenlosen Freevee-Zugang, bei dem die Auswahl an Inhalten jedoch deutlich begrenzt ist.
Mehr Werbung in beliebten Filmen und Serien?
Es heißt, dass Werbepartner zukünftig den Anzeigenumfang deutlich ausbauen wollen. Da der Erfolg einer Werbung von der Anzahl der Menschen abhängt, die diese zu Gesicht bekommen, haben bedeutende Unternehmen ein besonderes Auge auf sogenannte Premium-Inhalte geworfen. Dazu zählen unter anderem extrem beliebte Serien und Filme sowie Live-Sport-Übertragungen.
Wie die aktuelle Tarifstruktur entsprechend den Erwartungen der Werbepartner angepasst werden soll, ist bislang noch nicht entschieden. Ein möglicher Ansatz wäre, in allen Prime-Video-Tarifen mehr Werbung zu platzieren und gleichzeitig eine Art Zusatzgebühr einzuführen, um Inhalte ohne Anzeigen zu genießen.
Wie die Lösung am Ende auch immer aussehen soll, in jedem Fall dürfte schon bald Bewegung in die Tarifgestaltung von Prime Video kommen. Angesichts der Tatsache, dass Amazon im ersten Quartal 2023 rund 9,5 Milliarden US-Dollar mit Werbeanzeigen generieren konnte, dürfte dem Unternehmen viel daran gelegen sein, dieses Geschäft zukünftig deutlich auszubauen.
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