Streamingdienst Rdio stellt Betrieb ein
Der Streamingdienst Rdio schreibt schon seit längerem rote Zahlen und hat daher vor einer Woche Insolvenz angemeldet und die Übernahme durch den weitaus größeren Konkurrenten Pandora bekannt gegeben. Nun informiert Rdio seine Kunden, dass der Streamingdienst eingestellt und alle Verträge nach dem Ende des Rechnungszeitraums gekündigt werden.
Nicht erst seit dem Start von Apple Music ist der Musikstreamingmarkt hart umkämpft und dazu gehört es auch, dass größere Anbieter kleinere von Zeit zu Zeit aufkaufen. Das ist auch mit dem Streaminganbieter Rdio geschehen, der Ende Sommer 2010 in den USA und Anfang 2012 bei uns in Deutschlands startete. Vor einer Woche wurde dann bekannt, dass Rdio die Insolvenz bevorsteht und das Unternehmen daher an den Streaminganbieter Pandora verkauft wird.
Daher informiert Radio nun seine Kunden, dass der Streamingdienst eingestellt wird. Bestehende Abos laufen noch zum Ende des Rechnungszeitraums und werden danach gekündigt. Neue Aboverträge sind natürlich auch nicht mehr möglich. Der werbefinanzierte Sender Rdio Free kann auch nach Ablauf der Abonnnements noch gehört werden, bis dieser vom Netz genommen wird. Wann das genau sein wird, ist derzeit unklar, aber Rdio wird darüber noch genauer informieren.
Für Rdio lief es schon länger schlecht. So erreichte der Streamingdienst Ende des letzten Jahres nur knapp 100.000 Kunden, was gegenüber Pandora mit 78 Millionen und Spotify mit 75 Millionen Nutzern ausgesprochen wenig ist. So sammelten sich bis heute bei dem Unternehmen Schulden in Höhe von 220 Millionen US-Dollar an. Für Pandora bringt der Aufkauf aber Streaming-Technologien sowie Lizenzen für andere Länder außer den USA. Daher könnte es sein, dass Pandora auch bald in Deutschland erhältlich sein wird.
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