Apple behebt die macOS Screen Sharing-Schwachstelle CVE-2026-65400

Apple hat gestern drei macOS-Updates veröffentlicht, die eine ernste Sicherheitslücke schließen. Die Schwachstelle betraf die integrierte Fernwartungsfunktion und könnte unbefugten Zugriff auf den Mac ermöglicht haben. Details zur Lücke wurden nun auf der offiziellen Security-Seite veröffentlicht.
Das Unternehmen empfiehlt die Installation für alle Nutzer, selbst wer Screen Sharing nicht aktiviert hat. Die Dringlichkeit des Patches verdeutlicht die Relevanz der Korrektur.
CVE-2026-65400 im Detail
Die Sicherheitslücke trägt die Kennung CVE-2026-65400 und wurde vom Sicherheitsforscher Alfredo Pesoli über das Programm Bynario Atlas gemeldet. Ein Angreifer im gleichen lokalen Netzwerk konnte sich bei Screen Sharing ohne gültige Anmeldedaten authentifizieren. Das zugrundeliegende Problem lag in einem Fehler des Authentifizierungsmechanismus, den Apple durch eine verbesserte Statusverwaltung behoben hat.
Bei einem erfolgreichen Angriff erhält der Eindringling Fernzugriff auf den Computer. Dazu zählen die Live-Anzeige des Bildschirms, das Starten von Anwendungen sowie der Zugriff auf Dateien. Das tatsächliche Schadensausmaß richtet sich nach der Systemkonfiguration und den Berechtigungen der jeweiligen Sitzung. Apple gibt an, dass es derzeit keine Hinweise auf eine aktive Ausnutzung der Lücke gibt.
Betroffene macOS-Versionen
Apple hat die Korrektur am 6. August 2026 ohne vorherige Beta-Phase und ohne Warten auf den regulären Update-Rhythmus ausgeliefert. Betroffen sind folgende macOS-Versionen:
- Sonoma 14.8.9
- Sequoia 15.7.9
- Tahoe 26.6.1
Die Release-Notes erwähnten lediglich wichtige Sicherheitsupdates, ohne die Screen-Sharing-Lücke explizit zu benennen. Erst auf der Security-Releases-Seite legte Apple die technischen Details offen. Die Empfehlung zur Installation gilt für alle Nutzer, unabhängig davon, ob sie die Fernwartungsfunktion nutzen. Die schnelle Veröffentlichung über drei Versionen hinweg unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Bedrohung.
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