Apple erhält Patent auf iOS-Oberfläche für Unterwasser-Einsätze

Aktuelle iPhones sind zwar nicht für den Betrieb unter Wasser ausgelegt, je nach Gerät aber mehr oder weniger gegen das Eindringen von Staub oder Flüssigkeiten geschützt. Den Anfang machten die iPhones 7 und 7 Plus. Über die Jahre wurde der Schutz gegen Wasser aller neuen Apple-Smartphones kontinuierlich verbessert. Das iPhone 11 übersteht zum Beispiel einen Einsatz in einer Tiefe von bis zu vier Metern 30 Minuten lang ohne Schäden.
Dieser Schutz ist natürlich nur gedacht, falls man aus Versehen Flüssigkeit verschüttet oder das iPhone ins Wasser fällt. Die Bedienung bei Tauchgängen, um Unterwasseraufnahmen anzufertigen, ist mit der regulären iOS-Oberfläche recht mühselig. Die Einstrahlung der Sonne, eine beschlagene Taucherbrille und die kleinen Symbole auf dem Home Screen sind für einen Tauchgang kontraproduktiv und erschweren die Handhabung.
Underwater User Interface
Das US Patent & Trademark Office hat dem Konzern aus Cupertino nun eine Patentanmeldung zugesprochen, die eine für Unterwassereinsätze optimierte Oberfläche von iOS beschreibt. Das Patent trägt den Namen "Underwater User Interface" und führt eine ganze Reihe an Optionen auf, die das Bedienen unter Wasser deutlich vereinfachen können.
Künftige iPhone-Generationen könnten erkennen, wenn sie ins Wasser mitgenommen werden und dann auf Wunsch automatisch auf das Unterwasser-Interface umschalten. Auf dem Home Screen erscheinen dann nur Apps, die man vorher definiert hat, beispielsweise die Kamera, Taschenlampe, der Kompass oder die Karten-App. Für eine bessere Lesbarkeit sorgt eine Vergrößerung von Text und Symbolen, Feedback über getätigte Eingaben könnte per Vibration realisiert werden.
In der Patentschrift werden zudem Möglichkeiten genannt, um das iPhone wiederzufinden, wenn es unter Wasser verloren wird. Markiert man in der "Wo ist?"-App laut dem Text das iPhone als verloren, wird dessen Position nicht nur auf der Karte angezeigt. Das iPhone aktiviert in regelmäßigen Abständen seinen Blitz, sodass man es unter Wasser leichter sehen kann.
Ob und wann Apple der iOS-Oberfläche ein Unterwasser-Update, spendiert, ist noch nicht bekannt. Wir können uns jedoch sehr gut vorstellen, dass die Funktion irgendwann in iOS angeboten wird.
Dichtigkeiten aktueller iPhones
iPhone 11 Pro & iPhone 11 Pro Max
- klassifiziert nach IP68 bis zu 30 Minuten in einer Tiefe von bis zu vier Metern
iPhone 11, iPhone XS & iPhone XS Max
- klassifiziert nach IP68 bis zu 30 Minuten in einer Tiefe von bis zu zwei Metern
iPhone XR, iPhone X, iPhone 8, iPhone 8 Plus, iPhone 7 & iPhone 7 Plus
- klassifiziert nach IP67 bis zu 30 Minuten in einer Tiefe von bis zu einem Meter
Apple rät ausdrücklich von dem Unterwassereinsatz aktueller iPhones ab. Die Smartphones sind, wie bereits erwähnt, nur gegen den versehentlichen, kurzen Kontakt mit Flüssigkeiten geschützt.
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