Apple meldet ein Patent zur Blutdruckmessung für die Apple Watch an
In Cupertino ist man einen Schritt weiter, was die Messung des Blutdrucks mit der Apple Watch betrifft. Der iPhone-Hersteller hat sich ein Patent mit einem entsprechenden Armband eintragen lassen.

Im Lauf der Zeit hat sich die Apple Watch zu einem Schweizer Taschenmesser in Sachen Gesundheitstools entwickelt. Man kann mit der Uhr die Pulsfrequenz und den Gehalt des Blutsauerstoffs ermitteln, sie gibt eine Mitteilung bei unregelmäßigem Herzrhythmus aus, überwacht den Träger auf Stürze und sie erlaubt es jederzeit, ein EKG anzufertigen.
Schon lange stehen jedoch weitere Funktionen auf der Wunschliste der Kunden. Die nicht invasive Messung des Blutzuckers steht zum Beispiel ganz oben. Gleiches gilt für den Blutdruck und die Körpertemperatur. Während die Warnmeldungen bei Fieber wohl schon mit der Apple Watch Series 8 eingeführt werden, könnte es auch bei der Messung des Blutdrucks nicht mehr lange dauern.
Blutdruckmessung mit und ohne Manschette
In den letzten vier Jahren hat sich Apple bereits mehrere Patentanmeldungen für die Blutdruckmessung mit der Apple Watch gesichert. Diese konzentrierten sich jedoch ausschließlich auf Sensoren, die direkt im Gehäuse der Uhr untergebracht waren. Diese Methode ist allerdings für ein Gerät, das man den ganzen Tag am Handgelenk trägt, zu ungenau.
Deshalb ist die neue Patentschrift, über die Patently Apple ausführlich berichtet, besonders interessant. Hier kommt nämlich für die Messung des Blutdrucks eine Art Manschette zum Einsatz, wie man sie von herkömmlichen Geräten kennt. Der entsprechende Sensor ist dabei nicht im Uhrengehäuse, sondern im Armband verbaut.
Mit Flüssigkeit oder Luft gefüllter Sensor
Wie bei den großen Blutdruckmessgeräten beschreibt das Patent eine aufblasbare Kammer im Armband, die an der Hauptschlagader (der "Arteria radialis") anliegt. Bei der Messung wird die Kammer mithilfe einer Flüssigkeit oder Luft aufgepumpt, was die Blutgefäße leicht zusammendrückt. Die verschiedenen Drücke in der aufgeblasenen Kammer können gemessen und verwendet werden, um einen oder mehrere physiologische Parameter des Trägers wie beispielsweise den Blutdruck zu bestimmen.
Als Nächstes steht bei Apple die bereits erwähnte nicht invasive Erfassung des Blutzuckerspiegels mit der Apple Watch auf der Agenda. Eine weitere Neuerung für künftige Modelle der Smartwatch aus Cupertino ist der Wegfall der Digital Crown, die durch einen optischen Sensor ersetzt werden könnte.
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