Apple Music: Kritik an der kostenlosen Testphase
Apple liegt bei seinem Musikstreamingdienst mit den Abgaben an die Rechteinhaber leicht über dem branchenüblichen Niveau, wird aber auch eine dreimonatige Testphase bieten. Diese kostenlose Testphase sorgt nun für Kritik von kleineren Musikunternehmen, die sich sich das kostenlose Streaming schwer bis gar nicht leisten können.
Diesen Montag hat Apple darüber aufgeklärt, wie viel das Unternehmen von seinen Umsätzen bei Apple Music an die Rechteinhaber abgeben wird. In den USA werden es 71,5% sein und außerhalb im Durchschnitt etwa 73%, womit Apple leicht über dem branchenüblichen Durchschnitt von 70% liegt.
Jedoch wird Apple ab dem 30. Juni, wenn Apple Music startet, auch eine dreimonatige Testphase anbieten, die völlig kostenfrei ist. Größere Musiklabels haben damit kein Problem, von Seiten kleinerer Musiklabels und unabhängiger Künstler kommt jedoch immer mehr Kritik dazu auf.
Gestern kritisierte der britische Musikerverband UK Music, dass die dreimonatige Testphase von Apple nicht vergütet wird, was sich die kleineren Musiklabels kaum bis gar nicht leisten können. In dieser Zeit würden dann die Downloads einbrechen und daher unterzeichnen auch unabhängige Künstler die Apple-Music-Verträge nicht.
Dem hat sich nun auch der deutsche Verband unabhängiger Musikunternehmen (VUT) angeschlossen. Apple respektiere die Arbeit unabhängiger Künstler und kleinerer Musiklabels nicht, so VUT in einem offenem Brief an Tim Cook und Eddy Cue von Apple. Es wird argumentiert, dass Apple kein kleines Startup-Unternehmen mehr ist und sich die Vergütung durchaus leisten kann. Daher sollte Apple die Vertragsbedingungen überdenken, so Jörg Heidemann vom Verband der unabhängigen Musikunternehmen.
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