Apple muss in der Europäischen Union Standard-Apps von Drittanbietern erlauben
Für viele Anwendungsszenarien bringt iOS eine Apple-eigene Standard-App mit. In Zukunft sollen Nutzer, die in der EU leben, die Wahl haben, ob sie in diesen Fällen eine App von Apple oder die eines Drittanbieters als Standard-App definieren wollen.

Der Digital Markets Act (DMA), der am 8. März dieses Jahres in der Europäischen Union in Kraft getreten ist, hat auf dem iPhone und dem iPad einiges in Bewegung gebracht. Seitdem sind zum Beispiel alternative App Stores und Spiele-Emulatoren erlaubt. Außerdem muss Apple die NFC-Schnittstelle des iPhones für Drittanbieter freigeben.
Eine weitere Maßnahme, die es noch umzusetzen gilt, ist der Umgang mit den vorinstallierten Standard-Apps. Zuletzt hatte Apple dafür sorgen müssen, dass man den Standard-Browser neu bestimmen kann. Auf dem iPhone werden u. a. weiterführende Links nun nicht mehr zwingend mit Safari geöffnet, sondern beispielsweise auch mit Chrome, Firefox, Opera oder DuckDuckGo.
Nicht nur den Browser soll man ändern können
Bis zum Endes dieses Jahres muss Apple für europäische Nutzer in iOS und iPadOS eine ähnliche Möglichkeit für weitere Standard-Apps integrieren. Das schreibt der Konzern im Entwicklerbereich auf seiner Webseite. Bis zum Ablauf der von der EU gesetzten Frist wird es Apple möglich machen, bestimmte vorinstallierte Standard-Apps durch Software von Drittanbietern zu ersetzen:
- „Für Benutzer in der EU werden iOS 18 und iPadOS 18 außerdem einen neuen Abschnitt „Standard-Apps“ in den Einstellungen enthalten, in dem die für jeden Benutzer verfügbaren Standardeinstellungen aufgelistet sind.“
Welche Apps vom neuen Regelwerk des DMA betroffen sind, führt Apple im nächsten Abschnitt auf. Die Änderungen gelten demnach für Apps zum:
- Wählen von Telefonnummern
- Senden von Nachrichten
- Übersetzen von Text
- Navigieren
- Verwalten von Passwörtern
Darüber hinaus gehören auch Tastaturen und Anruf-Spamfilter zu den Apps, deren Definition als Standard-App man künftig in einem eigenen Bereich in den Einstellungen definieren kann.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus iOS.

iOS 26 und iPadOS 26: Diese Standard-Apps können geändert werden!
Seit geraumer Zeit können die Standard-Apps auf dem iPhone und dem iPad geändert werden. Wir zeigen euch, wie das Ganze unter iOS 26 und iPadOS 26 funktioniert.

Keine Sicherheitsupdates mehr: Apple zwingt Nutzer zur Installation von iOS 26
Wer auf die Installation von iOS 26 weiter aufschieben möchte, erhält ab sofort keine Sicherheitsupdates mehr. Diese gibt es nur noch inoffiziell über das Apple Beta Software-Programm.

RCS: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für iOS & Android ist auf dem Weg
Mit iOS 18 hat Apple RCS für die einfache Kommunikation zwischen iOS und Android eingeführt. Jetzt meldet die GSM Association, dass das plattformübergreifende Chatprotokoll bald eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung erhält.

iOS 18.3.1: Apple testet neues Bugfix-Update (Aktualisierung)
Für iOS 18.3 und wohl auch iPadOS 18.3 ist das erste Bugfix-Update unterwegs. In den letzten Tagen waren mehrere iPhones mit iOS 18.3.1 im Netz unterwegs.

iOS 18: Apple testet mehrere neue Funktionen
Während die fertige Version von iOS 18.3 seit Anfang der Woche für alle verfügbar ist, werfen wir noch einmal einen Blick auf die vorangegangene Beta. In dieser hat Apple nämlich einige neue Funktionen versteckt.

iOS 17 & iOS 18: Das iPhone hat immer noch Probleme mit dem Wecker
Der iPhone-Wecker gehört wohl zu den Funktionen, die wir am Handy mit am häufigsten nutzen. Immer mehr Besitzer eines Apple-Smartphones berichten, dass der Wecker unter iOS 17 oft stumm bleibt. iOS 18 brachte diesem Punkt leider keinen Bugfix mit.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.