Apple-Patent beschreibt simulierte Oberflächen für das Touchpad
Apple hat ein neues Patent zugesprochen bekommen, welches weiterentwickelte Touchpads für MacBooks beschreibt, die in der Lage sein sollen verschiedene Materialien für die Finger zu simulieren. Dabei soll nicht nur die Oberflächenbeschaffenheit simuliert werden, sondern auch die Wärmeleitfähigkeit verschiedener Materialien wie Holz, Glas oder Metall.
Apple hat wieder zahlreiche Patente zugesprochen bekommen und eines davon dürfte für Nutzer von MacBooks interessant sein, zeigt es nämlich, was zukünftige Geräte vielleicht können werden. Und zwar geht es in dem besagten Patent um Touchpads, die verschiedene Oberflächenarten simulieren sollen, um das Benutzererlebnis weiter zu verbessern und womöglich auch neue Funktionen bei der Benutzeroberfläche zu ermöglichen, wie Patently Apple berichtet.
Die Oberflächenbeschaffenheit verschiedener Materialien soll durch unterschiedlich starke Vibrationen der jeweils genutzten Touchpad-Fläche erzeugt werden. Oberflächen mit leichter Rauheit sollen durch leichte Vibrationen simuliert werden, größere Rauheit durch stärkere Vibrationen. Ganz neu ist dieser Ansatz nicht von Apple. So hat das Unternehmen im letzten Sommer ein Patent zugesprochenen bekommen, welches mit Hilfe von Mikrovibrationen einen Eingabestift mit Haptischen Feedback ermöglichen soll. Durch die Vibrationen sollen dabei nicht nur verschiedene Oberflächen simuliert werden, sondern auch beispielsweise Kanten durch ein ganz kurzes Vibrieren, oder auch Links und andere Elemente der Grafischen Bedienoberfläche.
Das aktuelle Patent geht hier jedoch noch weiter. Und zwar soll auch die unterschiedliche Wärmeleitfähigkeit verschiedener Materialien für die Finger simuliert werden. So leiten Metalle bekanntlich die Wärme weitaus besser als Kunststoffe oder beispielsweise Holz, was neben der Oberflächentextur maßgeblich zur taktilen Wahrnehmung beiträgt. Das Patent schlägt hier vor, eine dünne Beschichtung mit Kunstdiamanten zu erzeugen, welche dann mit einem Peltierelement verknüpft werden soll. Diamant hat im Vergleich zu Kupfer eine etwa um den Faktor 6 bessere Wärmeleitfähigkeit, während bei Peltierelementen je nach Polarität der angelegten Spannung eine Seite kalt und die andere warm wird. Damit soll dann die unterschiedliche Wärmeleitfähigkeit verschiedener Materialien für die Finger der Nutzer simuliert werden.
Ob und wann dieses Patent in ein marktreifes Produkt umgesetzt wird, steht natürlich wie immer in den Sternen. Das oben erwähnte Apple-Patent für einen Stylus mit haptischem Feedback wurde bekanntlich noch nicht im Apple Pencil umgesetzt. Bisher dient die verbaute Technik im Apple Pencil dazu einen echten Stift zu simulieren, nicht die Oberflächenbeschaffenheit der Zeichenunterlage.
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