Apple Pay und Kartenzahlungen nicht möglich: Störungen dauern an
Den meisten dürften die Störungen an den Zahlterminals bereits aufgefallen sein. Eine Besserung der Situation, die auch Nutzer von Apple Pay betrifft, ist noch nicht in Sicht.

Kunden, die ihre Einkäufe im Alltag ausschließlich bargeldlos abwickeln, dürften in den vergangenen Tagen auf eine wahre Geduldsprobe gestellt worden sein. Seit vergangener Woche können viele Geschäfte keine Zahlungen mehr mit Smartphone oder Karte abwickeln, unter den Betroffenen sind auch bekannte Supermärkte und Drogerien.
Nachdem sich die anfängliche Aufregung um die Störung gelegt hat, wurde bekannt, dass die Ursache in der Software eines bestimmten Anbieters liegt. Damit besteht mittlerweile immerhin Gewissheit bei welchen Anbietern eine Zahlung per Kreditkarte, Debitkarte oder Apple Pay nicht möglich ist.
Betroffen sind ausschließlich die Geräte des Herstellers Verifone. Die Finanzdienstleister Payone oder Concardis setzen bei der Abwicklung ihrer Geldtransfers auf das Modell H5000, das sich in den heimischen Verkaufsstellen aktuell keine Freunde macht. Immerhin: Das Gerät kommt nicht flächendeckend zum Einsatz. Neben Edeka, Aldi Nord und Netto setzen auch dm und Rossmann auf das Terminal. Bei Geschäften der Schwarz-Gruppe, zu der auch Kaufland und Lidl gehören, gibt es hingegen keine Probleme zu verzeichnen.
Vollständige Fehlerbehebung dauert an
Die ursprüngliche Vermutung, dass ein abgelaufenes Zertifikat am Ausfall des H5000 schuld sei, konnte schnell widerlegt werden. Verifone nennt eine "Software-Fehlfunktion" als schlichte Begründung für den flächendeckenden Ausfall. Ein Sicherheitsrisiko liege allerdings nicht vor, so das Unternehmen.
Laut dem Finanzdienstleister Payone steht ein Update bereit. Dieses sei allerdings noch nicht stabil genug, um einen fehlerfreien Betrieb zu gewährleisten. Außerdem müsse zusätzlich am Zahlterminal ein manueller Eingriff durch einen Techniker oder den Betreiber vorgenommen werden. Bis die Störung behoben ist und Kunden ihre Einkäufe wieder per Karte oder Apple Pay begleichen können, müssen Betroffene vorerst auf andere Geschäfte oder Bargeld ausweichen.
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