Apple verlängert sich wieder die Exklusiv-Rechte an Liquidmetal
Apple hat sich die exklusiven Nutzungsrechte an Liquidmetal zum dritten Mal verlängert. Obwohl Apple die Lizenz daran schon seit 5 Jahren hat und das Material besondere Vorteile bietet, hat das Unternehmen es bisher kaum eingesetzt und auch die bekannt gewordenen Patente beschreiben eher kleine Anwendungsfälle.
Seit 2010 hat Apple mit dem US-Metallspezialisten Liquidmetal Technologies ein exklusives Abkommen zur Nutzung der gleichnamigen Metalllegierung Liquidmetal in Konsumelektronik. Im Jahr 2012 folgte dann die erste Verlängerung des Vertrages und letztes Jahr die zweite. Nun wurde bekannt, dass sich Apple die Exklusiv-Rechte auch nochmals verlängert hat, und zwar bis zum Februar des nächsten Jahres. Das geht aus einem Schreiben an die US-Börsenaufsicht hervor, wie Macrumors berichtet.
Was Apple damit vorhat, geht daraus jedoch nicht hervor. Der Markenname Liquidmetal beschreibt sogenannte amorphe Metall-Legierungen, also Legierungen ohne geordnete Kristallstruktur. Diese auf dem Hauptbestandteil Zirkonium aufbauenden Legierungen besitzen gegenüber herkömmlichen Werkstoffen eine Reihe von Vorteilen. So lassen sich durch Schmelzen leicht kompliziert geformte Werkstücke herstellen. Diese haben wiederum eine für Metalllegierungen große Elastizität. Das heißt die Werkstücke verformen sich nicht so schnell plastisch, sondern kehren nach Ende der Belastung zurück in ihre ursprüngliche Form.
Somit wären auch iPhone-Gehäuse aus dem Material denkbar, die sich nicht so leicht dauerhaft verbiegen wie die derzeitigen Aluminiumgehäuse. Jedoch setzt Apple dieses Material bisher nur bei einem kleinem Zubehörteil des iPhones ein, der SIM-Karten-Nadel auf dem US-Markt. Auch die bekannt gewordenen Apple-Patente beschreiben eher kleinere Anwendungen wie Teile des Homebuttons, Displays und spezielle vor Manipulation geschützte Schrauben. So bleibt es rätselhaft, was Apple mit dem Liquidmetal vor hat.
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