Apple Watch 2 Auseinanderbau: Viele Dichtungen, stärkerer Akku und etwas leichter reparierbar
Apples neue Smartawtch Apple Watch 2 bietet beim Auseinanderbau mehr Dichtungen und Einsatz von Klebstoffen, während der Akku um einen Drittel stärker ist, was wohl an der neuen GPS-Funktion und der stärkeren Taptik Engine liegt. Insgesamt bekommt die Smartwatch einen Punkt mehr als die erste Generation, wenn es um die Reparaturfreundlichkeit geht.
Nicht nur Apples neue Smartphones sind da, auch die Apple Watch 2 als Nachfolger der ersten Smartwatch des Unternehmens ist mittlerweile erhältlich. So wie die iPhones wird auch diese allerhand Tests und Untersuchungen unterzogen, darunter natürlich auch ein Auseinanderbau durch die Reparaturexperten von iFixit. Diese haben sich die neue Smartwatch gekauft und dann zerlegt, um einerseits die verbauten Komponenten festzustellen, andererseits die Reparaturfreundlichkeit zu untersuchen.
Eine der Neuerungen der Apple Watch 2 ist bekanntlich die Abdichtung gegenüber Wasser bis in eine Tiefe von 50m. Ähnlich wie bei den neuen iPhones ist daher hier mit einem verstärkten Einsatz von Dichtungen und Klebstoffen zu rechnen, die sich auch im Inneren der Smartwatch finden. Interessent ist hier die Lösung beim eingebauten Barometer, welcher den Luftdruck misst und daher nicht vollständig von der Umgebung abgekoppelt sein kann, trotzdem aber wasserdicht sein muss.
Apple hat sich hier für eine Art Gummimembran entschieden, welches sich je nach Luftdruck mehr oder weniger stark nach innen oder nach außen wölbt, während der im Inneren sitzende eigentliche Sensor den Druck misst. Die zweite neue Komponente ist hier der Lautsprecher, der eingedrungenes Wasser durch Vibrationen nach Außen befördern kann.
Was beim Aufmachen der Apple Watch auffällt, ist abgesehen davon der um fast ein Drittel stärkere Akku. Mit einer Nennspannung von 3,77V und einer Kapazität von 273 mAh ist dieser um 32 % stärker als der Akku der Vorgängergeneration in der 38mm Variante. Das ist aber auch sowieso nötig, da die neuen GPS-Funktionen zusätzliche Energie benötigen, sowie die größere und damit wohl auch stärkere Taptik Engine für das haptische Feedback.
Alles in Allem vergibt iFixit 6 von 10 Punkten auf der Skala der Reparaturfreundlichkeit, was einem Punkt mehr entspricht als die erste Generation erreicht hat. Durch ein besseres Design der Kabelbäume löst sich die Smartwatch etwas leichter reparieren, benötigt aber trotzdem besonders feine Spezialwerkzeuge und an der eigentlichen Elektronik in Form der Bauweise System-on-Chip lässt sich überhaupt nichts reparieren oder austauschen.
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