Apple will vermutlich ab iOS 14 Standard-Apps von Drittanbietern erlauben
Mit iOS 14 wird Apple vermutlich seine restriktive Politik ändern, was das Zuweisen von Drittanbieter-Apps als Standard-Programme betrifft. Auch der HomePod könnte davon profitieren.

Im Vergleich zu Betriebssystemen wie Android kommen iOS und iPadOS mit vergleichsweise wenig vorinstallierten Apps daher. Programme von Drittanbietern wie Facebook oder Google findet man gar keine. Will man Mail oder Safari aber als Standard-App deaktivieren und diese Funktion einer App eines anderen Anbieters zuweisen, beißt man auf Granit. Dieser Schritt ist unter iOS und iPadOS schlichtweg nicht möglich.
Man kann zwar jederzeit Apps von anderen Anbietern als Apple im App Store laden und diese nutzen, klickt man jedoch auf einen Link, öffnet sich dieser automatisch in Safari. Ausnahmen bilden nur vereinzelte Apps wie zum Beispiel YouTube. Wird innerhalb der YouTube-App ein Link angeklickt, erscheint ein kleines Auswahlfenster, wo gefragt wird, mit welchem Browser die Verknüpfung geöffnet werden soll.
Chrome oder Firefox als Standard-Browser
In einem aktuellen Artikel berichtet Bloomberg, dass Apple es künftig möglich machen wird, Apps von Drittanbietern als Standardeinstellungen festzulegen. Die Informationen dazu stammen von "mit der Angelegenheit vertrauten Personen" und gelten deshalb als ziemlich sicher.
Neben der Auswahl von Chrome, Firefox etc. als Standard-Apps erwägt Apple, im gleichen Zug die Beschränkungen für Musik-Apps von Drittanbietern auf dem iPhone, iPad und auch auf dem HomePod zu lockern. Die Angebote von Spotify oder Amazon Music könnten dann direkt auf dem Smartspeaker genutzt werden.
Den Schritt, Standard-Apps von Drittanbietern zu erlauben, macht Apple allerdings nur zähneknirschend. Das bisherige Vorgehen des iPhone-Herstellers war letztes Jahr Thema im Kartellausschuss des US-Repräsentantenhauses. Auf Drängen der Politiker soll Apple künftig Webbrowser, E-Mail-, Musik- und Karten-Apps von Drittanbietern als Standard-App möglich machen.
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