"Bitte Code eingeben" - Netflix mit Personen außerhalb des Haushalts teilen wird schwieriger
Auch wenn es gegen die Nutzungsbedingungen von Netflix verstößt, ist die Versuchung groß, sein Streaming-Abo mit Freunden außerhalb des Haushalts zu teilen. Dem scheint das Unternehmen jetzt einen Riegel vorzuschieben: Erste Nutzer berichten, dass die Plattform einen Code abfragt.

Ein Abonnement bei Netlfix gibt es in drei Varianten. Das Basis-Abo für 7,99 Euro monatlich bietet einen Zugang und Inhalte in SD-Qualität. Wer fünf Euro mehr bezahlt, bekommt das Standard-Abo für zwei Geräte. Zum Preis von 17,99 Euro erhält man vier Zugänge und alle Filme und Serien in bestmöglicher Qualität.
Wer das Standard- oder Premium-Abo gebucht hat und nicht immer alle seine Zugänge gleichzeitig nutzt, kommt vielleicht in die Versuchung, seine Zugangsdaten mit Freunden oder Bekannten außerhalb des Haushalts zu teilen - entweder um jemanden eine Freude zu machen oder sich die Kosten für das Abonnement zu teilen.
Missbrauch kann zu Kontokündigung führen
Das sieht Netflix natürlich nicht gern und schließt das Teilen von Accounts unter Punkt 4.2 seiner Nutzungsbedingungen ganz klar aus: Die Inhalte bzw. Zugänge dürfen nur mit Mitgliedern des eigenen Haushalts geteilt werden. In der Praxis ließ Netflix den Sachverhalt oft ungeahndet, nur in Einzelfällen wurde von Kündigungen des Accounts berichtet.
Codeeingabe bei anderem Standort
Im Netz mehren sich derzeit jedoch Meldungen von Netflix-Kunden, die ihren Account entweder geteilt haben oder über die Zugangsdaten des Besitzers verfügen. Da die App jetzt anscheinend einen zweiten Anmeldeort erkennt, wird nun am zweiten Standort ein Passwort abgefragt, das dem Kunden zugeschickt wird. Erst nach der Eingabe des Codes kann man auf die Inhalte zugreifen. Wie die zugehörige Meldung aussieht, kann man sich auf dem Twitter-Acocunt von @DOP3Sweet anschauen. Noch ist die Erkennung des Standorts nicht für alle Accounts ausgerollt.
Netflix ist natürlich daran gelegen, so viele Abos wie möglich zu verkaufen. Deshalb sind wir sicher, dass der Konzern die neue Schranke verfeinert, sodass es in Zukunft deutlich schwieriger sein wird, seinen Account außerhalb seines Haushalts zu teilen.

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