Corona-Warn-App: Robert Koch-Institut verfeinert die Risikoberechnung
Apple und Google haben vor wenigen Wochen ihre COVID-19-Schnittstellen zur Kontaktverfolgung aktualisiert. Dies ermöglicht dem Robert Koch-Institut nun eine Anpassung der Risikoberechnung in der Corona-Warn-App, die in Zukunft noch detaillierter stattfinden soll.

Wie das Robert Koch-Institut (RKI) auf dem Blog der Corona-Warn-App mitteilt, wird die Risikoberechnung der Software angepasst. Dadurch sollen Begegnungen mit erhöhtem Risiko zuverlässiger erkannt werden. Am Ende äußert sich das durch die Risiko-Ermittlung in der Corona-Warn-App durch präzisere Warnungen an den Nutzer.
Mit der aktuellen Version der App 1.12.1, die seit zwei Wochen nun auch endlich für ältere iPhones mit iOS 12.5 zur Verfügung steht, werden Kontakte erfasst, in deren Umgebung man sich für mindestens zehn Minuten aufgehalten hat. Die Aktualisierung der COVID-19-Schnittstelle in Form des "Exposure Notification Framework Version 2" Ende letzten Jahres ermöglicht den Entwicklern von SAP und der Telekom, diesen Zeitraum zu halbieren, sodass künftig alle Begegnungen ab einer Dauer von fünf Minuten gespeichert werden.
Mit der Anpassung erfährt die Genauigkeit der Kontaktverfolgung ein Upgrade, da die Corona-Warn-App so mehrere Begegnungen kürzerer Dauer erkennt. Die Autorin Hanna Heine schreibt dazu in dem Blogeintrag:
"Die nun durchgeführten Messungen haben bestätigt, dass die App mit dieser Anpassung besser und genauer warnen kann. [...] Begegnungen mit niedrigem Risiko (grüne Kachel) werden seitdem besser gefiltert. In der Konsequenz sank die Anzahl der Tage mit Risikobegegnungen bei vielen Nutzer*innen."
Die Anpassungen in der Corona-Warn-App, die zusammen mit dem Fraunhofer Institut über mehrere Wochen getestet wurden, könnten schon mit dem nächsten Update ausgerollt werden.
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