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Die Zukunft des Smartphones? Ehemalige Apple-Ingenieure präsentieren AI-Communicator

Ein aktueller TED Talk könnte zeigen, wie wir in Zukunft miteinander kommunizieren. Das US-Start-up Humane hat ein Gerät entwickelt, das ohne Bildschirm und gekoppeltes Smartphone auskommt.

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AppTickerTeam
11.05.20234 Min. Lesezeit
Die Zukunft des Smartphones? Ehemalige Apple-Ingenieure präsentieren AI-Communicator
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Foto-Credits: TED Talk via YouTube

Es erinnert ein bisschen an den Communicator aus Star Trek und soll Smartphones in Zukunft obsolet werden lassen: Das kleine AI-gestützte Wearable, das Humane-Gründer Imran Chaudhri an seiner Jacke trägt. In einem TED Talk führt der ehemalige Apple-Ingenieur das Gerät zum ersten Mal in der Öffentlichkeit vor.

Und der gezeigte Funktionsumfang, mit dem das nur Insidern der Tech-Branche bekannte Unternehmen sein bisher namenloses Gadget ausgestattet hat, kann sich jetzt schon sehen lassen. Chaudhri telefoniert, nutzt den Sprachassistenten für Objektbeschreibungen und lässt das Gerät Englisch in Französisch übersetzen.

Die Hardware

Detaillierte Informationen zur verbauten Technik gibt Chaudhri während des TED Talk nicht preis. Das Wearable misst nur wenige Quadratzentimeter und funktioniert ohne ein anderes gekoppeltes Gerät. Man benötigt also weder ein Smartphone, Tablet oder einen Computer. Chaudhri nennt es deshalb den „unsichtbaren Computer“.

Integriert ist ein Telefonmodul, das mit einer eSIM operiert und sich auf diesem Weg mit dem Internet verbindet. Darüber hinaus ist mindestens eine Kamera verbaut. Diese erkennt Objekte und gibt auf Wunsch Informationen dazu über den Lautsprecher aus. Chaudhri scannt auf der Bühne beispielsweise einen Schokoriegel und fragt, ob er ihn bedenkenlos essen kann. Der Sprachassistent antwortet daraufhin, dass er ihm aufgrund seiner Laktoseintoleranz davon abraten würde.

Außerdem ist ein kleiner Projektor mit an Bord. Als der Ingenieur von seiner Frau Bethany Bongiorno, mit der er Humane gegründet hat, angerufen wird, wirft der Projektor den Namen der Anruferin auf die Innenfläche der Hand. Zu sehen sind zudem zwei Buttons zum Abweisen und Annehmen des Anrufs. Das Wearable verfügt also auch über Sensoren, die Eingaben auf der projizierten Fläche erkennen.

Die Software

Wie eingangs erwähnt, ähnelt das Device dem Communicator aus Star Trek. Der integrierte Assistent ist das Herzstück des Geräts und wird durch Sprache oder eine Touch-Geste aktiviert. Welches Betriebssystem installiert oder ob die Nutzung von Apps möglich ist, verrät Chaudhri nicht. Auch ist nicht bekannt, wie man das Device einrichtet.

Hierfür ist wahrscheinlich dann doch ein Smartphone notwendig. Denn auf die Frage, was in der nächsten Zeit ansteht, gibt der Sprachassistent alle geplanten Termine wieder. Diese sucht sich die AI aus allen E-Mails, Kalendereinträgen sowie anderen Textnachrichten heraus.

Der Sprachassistent des kleinen Communicators arbeitet dabei anders als vergleichbare Systeme wie Siri oder Alexa. Alles baut auf AI und maschinellem Lernen auf, wie wir es zum Beispiel von ChatGPT kennen. So wird u. a. auch der Universalübersetzer ermöglicht. In der Demonstration bei TED lässt Chaudhri seine in Englisch gesprochenen Sätze in Französisch übersetzen. Die Ausgabe erfolgt dabei in Echtzeit und mit seiner eigenen Stimme.

Das Unternehmen

Imran Chaudhri und Bethany Bongiorno haben Humane vor etwas mehr als fünf Jahren gegründet. Seit dieser Zeit wird die Hardware entwickelt und Geld gesammelt. Zu den Investoren zählen namhafte Konzerne wie Microsoft, LG Technology Ventures, Qualcomm, OpenAI, Volvo, Kindred Ventures, Tiger Global und SK Networks.

Bis Ende Februar wurden knapp 200 Millionen US-Dollar eingesammelt. Im März kamen weitere 100 Millionen Dollar dazu. Seit der Gründung haben Chaudhri und Bongiorno mehr als 200 Mitarbeiter eingestellt. Chaudhri leitete bei Apple den Designprozess des iPhone-Startbildschirms, während seine Frau für die Softwareentwicklung beim iPhone, iPad und später beim Mac zuständig war.

Das gezeigte Gerät repräsentiert den Entwicklungsstand kurz vor der Massenproduktion, denn es soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Zu welchem Preis ist bis dato noch nicht bekannt.

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