Ein Blick auf Google: Android 12 wird vorgestellt, neuer Look und Datenschutzoptionen inclusive
Ihn Rahmen der Entwicklerkonferenz I/O hat Google das neue Betriebssystem Android 12 vorgestellt. Nutzer erwartet vor allem ein neues Design und mehr Möglichkeiten beim Datenschutz.

Es dauert noch drei Wochen, ehe Apple auf der kommenden WWDC vermutlich neue Betriebssysteme vorstellen wird. Uns erwarten iOS 15 und macOS 11. Bis dahin wollen wir einen Blick auf Android werfen. Denn für Google war es nun die Zeit, einen ersten, umfassenden Ausblick auf Android 12 zu geben. Sie stellten das Betriebssystem im Rahmen der Entwicklerkonferenz I/O vor. Nicht nur das Design soll komplett angepasst werden, auch bezüglich des Datenschutzes soll es neue Elemente und Optionen geben, die wir aus der iOS-Welt schon einige Zeit lang kennen.
Ein neues Design, mehr Datenschutz und neue Funktionen in der Foto-App
Die größte Neuerung, die einem Betrachter direkt ins Auge springen wird, stellt die Anpassung des Designs dar. Bislang wurde ein Design mit dem Namen "Material Design" benutzt. Das Konzept orientierte sich an ästhetischen, aber minimalistisch und flach gehaltenen Grafiken. Das neue Design "Material You" soll darauf aufbauen, aber bunter als sein Vorgänger sein. Nutzer sollen farbliche Schemata wählen können, an die sich das gesamte Betriebssystem anpasst. Zugleich soll es passende neue Animationen geben. Google beschreibt das Design damit, dass es Emotionen nicht scheue.
Eine große weitere Neuerung stellt eine Anpassung des Datenschutzes dar, die auf bisherigen Anpassungen in Android 11 aufbaut. Nutzer unter iOS kennen das Feature bereits: Greift eine App auf die Kamera oder das Mikrofon zu, wird am oberen Rand ein kleines Symbol angezeigt. Damit sollen Nutzer nicht unerwünscht abgehört oder ausgespäht werden können. Google folgt dem Konzept nun und führt ebenfalls Piktogramme ein, die erscheinen, sobald eine App einen Zugriff auf die Kamera oder das Mikrofon hat. Außerdem sollen Nutzer in Android 12 die Möglichkeit haben, einer App nur ihren ungefähren Standort mitzuteilen. Unter iOS ist dies ebenfalls bereits möglich.
Eine kleinere, und dennoch kreative Neuerung ist eine Funktion namens "Cinematic Moments". Werden innerhalb der Foto-App zwei ähnliche Standbilder erfasst, werden mit Hilfe von maschinellem Lernen zusätzliche Frames ergänzt. Dadurch wird aus zwei Bildern eine kurze Animation. iPhone-Nutzer dürfen sich ebenfalls auf die Funktion freuen, wenn sie die Foto-App von Google nutzen: Der Konzern gab an, die Funktion für alle Betriebssysteme implementieren zu wollen.
Erwähnenswert ist außerdem, dass kompatible Autos zukünftig mit Hilfe von NFC oder Ultrabreitband entsperrt werden können. Dazu wird eine Funktion namens "Google Digital Car Key" bereit gestellt.
Download der Beta-Version
Das Betriebssystem Android 12 kann in der Beta-Version bereits geladen und ausgetestet werden. Natürlich geht das nicht mit einem iPhone, sondern nur mit einem Android-fähigen Gerät: Google gibt an, dass berechtigte Geräte folgende sind: ein Pixel 3 oder neuer, ein aktuelles Smartphone von Asus, Oppo oder Xiaomi.
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