Foxconn: iPhones sollen zukünftig auch in Indien produziert werden
Apples iPhones werden derzeit in China produziert und zwar hauptsächlich vom Auftragsfertiger Foxconn. Laut einem aktuellen Bericht plant das taiwanische Unternehmen nun dafür ein Großwerk in Indien aufzubauen, wo die Lohnkosten geringer als in China sind. Foxconn stehe dabei kurz vor der Unterzeichnungen eines Vertrages mit der indischen Regierung, wie es weiter heißt.
Apples wichtigster Auftragsfertiger ist bekanntlich das Unternehmen Hon Hai Precision Industry, besser bekannt unter dem Namen Foxconn. Dieser beschäftigt alleine für die iPhone-Produktion in einem einzigen Werk hunderttausende Mitarbeiter und fertigt auch für viele andere Elektronikhersteller Smartphones, Motherboards für Computer, Spielekonsolen und viele andere elektronische Hochtechnologieprodukte. Insgesamt bietet Foxconn so in China etwa 1,3 Millionen Menschen Arbeit, was gut einem Promille der Bevölkerungszahl von ganz China entspricht.
Dass so viele Elektronikhersteller in China produzieren lassen hängt dabei auch damit zusammen, dass dort die Lohnkosten immer noch vergleichsweise niedrig sind. Jedoch steigen diese seit Jahren immer weiter, wodurch die Produktion dort unattraktiver wird. Dadurch denken immer mehr chinesische Unternehmer über Werksverlagerungen nach, wie die FAZ schon vor drei Jahren berichtete. Eines der Länder, die von den steigenden Lohnkosten in China profitieren, ist dabei Indien, welches eine ähnlich große Bevölkerungszahl wie China hat.
Wie die Economic Times berichtet, plant nun auch Foxconn in Indien ein großes Werk für die Produktion von iPhones aufzubauen. Das Unternehmen sei dabei kurz vor dem Vertragsabschluss mit der indischen Regierung und das Projekt würde dann 10 Milliarden US-Dollar kosten und auf einer Landfläche von etwa 500 Hektar im indischen Bundesstaat Maharashtra entstehen. Sollte der Vertrag abgeschlossen werden, würde es noch weitere 18 Monate dauern, bis die Produktion des iPhones beginnen kann.
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