Technik News · AVM

FRITZ!OS 8.40 bringt integrierten DNS-Filter für FRITZ!Box

AVM integriert mit FRITZ!OS 8.40 erstmals einen echten DNS-Filter direkt in die Router-Firmware. Werbung, Tracker und Malware werden netzwerkweit blockiert, ohne dass externe Hardware nötig ist.
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AppTickerTeam
Vor 1 Std3 Min. Lesezeit
FRITZ!OS 8.40 bringt integrierten DNS-Filter für FRITZ!Box
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AVM rüstet die kommende Router-Software mit einer Funktion auf, die viele Heimnetz-Betreiber bisher nur mit zusätzlichen Geräten umsetzen konnten. Ein fest in die Firmware eingebauter DNS-Filter soll Werbung, nachverfolgende Tracker und schädliche Websites bereits am Router blockieren. Die Funktion richtet sich an alle Besitzer aktueller FRITZ!Box-Modelle und verspricht, die Einrichtung von externen Blockern überflüssig zu machen. Die Konfiguration läuft zentral über die bekannte Weboberfläche des Routers.

DNS-Filter statt externer Hardware

Das neue Feature unterscheidet sich grundlegend von der klassischen Kindersicherung der FRITZ!Box. Während die bisherige Lösung primär auf jugendgefährdende Inhalte abzielte und mit dem BPjM-Modul arbeitete, unterstützt der DNS-Filter komplexe, umfangreiche Blockierungslisten und arbeitet transparenter. Zuvor war es zwar möglich, die IP-Adresse eines externen Filter-DNS-Servers manuell einzutragen, doch das Listenmanagement lag außerhalb der Firmware. Nun übernimmt der Router die komplette Verwaltung.

Viele Tech-Enthusiasten betreiben seit Jahren einen separaten Mini-Computer, etwa einen Raspberry Pi, um mit Software wie Pi-hole oder AdGuard Home Werbung und Tracker im eigenen Netzwerk zu filtern. FRITZ!OS 8.40 übernimmt diese Aufgabe nun direkt im Router. Der integrierte DNS-Filter blockiert auf Netzwerkebene ungewünschte Inhalte, bevor sie die Endgeräte erreichen. Damit entfällt die Notwendigkeit externer Hardware-Lösungen für viele Heimnetz-Betreiber.

Einrichtung über Weboberfläche

Die Konfiguration des DNS-Filters findet vollständig in der FRITZ!Box-Weboberfläche statt. Nutzer erreichen die Einstellungen über den Menüpfad Heimnetz, Netzwerk, Netzwerkeinstellungen, Erweiterte Netzwerkeinstellungen ändern und schließlich DNS-Filter. Dort lassen sich Filterlisten aktivieren, anpassen oder austauschen.

Anwender können eigene Listen hochladen und diese entweder manuell aktualisieren oder in frei wählbaren Intervallen automatisch neu laden. Sollte eine legitime Webseite fälschlicherweise durch eine Filterliste gesperrt werden, bietet das Router-Menü die Möglichkeit, gezielte Ausnahmen für bestimmte Domains anzulegen. So bleibt die Nutzung vertrauenswürdiger Dienste gewährleistet, auch wenn diese versehentlich auf einer Blockliste landen.

Schutz für alle Endgeräte

Da die Blockierung auf DNS-Ebene stattfindet, profitieren automatisch alle Geräte im Heimnetzwerk. Die FRITZ!Box fungiert dabei als lokaler DNS-Server, was in der Regel der Standardzustand ist. Auf Smartphones, Tablets, Smart-TVs oder Computern müssen keine zusätzlichen Apps installiert oder Einstellungen angepasst werden.

Diese netzwerkweite Lösung eliminiert den Aufwand, jedes einzelne Endgerät separat zu konfigurieren. Besonders vorteilhaft ist das für Geräte, die keine eigene Browser-Erweiterung oder Blockierungssoftware unterstützen. Ob Werbung in Videos, nachverfolgende Tracker in Webseiten oder Zugriffe auf Malware-Domains: Der Filter greift zentral und entlastet sowohl die einzelnen Geräte als auch den Nutzer von manueller Pflege.

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