Gerücht: Apple plant angeblich günstiges MacBook als Konkurrent zum Chromebook
Preislich betrachtet kann das günstigste MacBook nicht mit den Chromebooks von Google mithalten. Das taiwanische Portal DigiTimes behauptet, dass sich das schon bald ändern könnte.

Wer sich ein günstiges Notebook für Schule oder Studium kaufen möchte, greift oft zu einem Windows-Gerät. Für das Arbeiten mit Office-Programmen, das Surfen im Netz oder das Verwalten der Foto-Mediathek braucht es kein teures MacBook. Im Preisvergleich bekommt man ein einfaches Chromebook schon für unter 200 Euro.
Deren Leistung kann man natürlich nicht mit einem „Apple Silicon“-MacBook vergleichen. Für einfache Schreibarbeiten erfüllt ein solcher Laptop allerdings seinen Zweck. Will man ein MacBook Air mit M1-Chip, bezahlt man bei Apple immer noch 1.199 Euro. Andere Anbieter verlangen etwas weniger, zum Beispiel Amazon, wo das M1 MacBook Air derzeit für 919 Euro verkauft wird.
Pro, Air und... Light?
Schenkt man den Quellen der Redaktion von DigiTimes (Paywall, via 9to5mac) Glauben, überlegt Apple sich mit einem MacBook im Niedrigpreissegment zu positionieren. Die Informationen dazu stammen aus Kreisen der taiwanischen Fertigungspartner des iPhone-Herstellers. Angeblich möchte der Konzern neben dem Air und dem Pro ein günstigeres MacBook auf den Markt bringen, das es preislich mit den Chromebooks aufnehmen kann.
Hier stellt sich die Frage, wo Cupertino den Rotstift ansetzen könnte. Sein System-on-a-Chip, das neben der CPU auch die Grafikeinheit und den Arbeitsspeicher beinhaltet, kann Apple mittlerweile recht billig produzieren. Anders sieht es beim Bildschirm aus, wo es jedoch günstigere Alternativen zum Liquid Retina Display geben dürfte. Bleiben noch Gehäuse und Tastatur. Hier will Apple angeblich weiterhin auf ein Top-Case aus Metall setzen. Auf eine Tastaturbeleuchtung könnte man verzichten.
Günstigeres MacBook wäre eine große Herausforderung
Auch wenn Apple bei allen Komponenten Einsparungen vornehmen kann, ist klar: Mit einem 200 Euro teuren Chromebook wird es das geplante MacBook „Light“ wohl nicht aufnehmen können. Hier muss man allerdings im Hinterkopf behalten, dass ein 200-Euro-Notebook die unterste Preiskategorie repräsentiert. Auch wenn mit Office gearbeitet werden kann, heißt das nicht, dass es auch Spaß macht.
Sollte es sich bei der Meldung von DigiTimes nicht um eine Ente handeln, könnte ich mir gut vorstellen, dass es Apple mit den 500 Euro teuren Geräten aufnehmen will. Die Nachfrage nach günstigen Notebooks ist auf jeden Fall da. Und wenn man an den jahrelangen Software-Support oder die perfekte Feinabstimmung zwischen der Hardware und macOS denkt, könnten diese Punkte das Zünglein an der Waage sein, wenn man sich zwischen einem Chromebook und einem MacBook entscheiden muss.
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