Google kündigt YouTube-Premium-Abos, die mit einem VPN abgeschlossen wurden
Ein Abonnement für YouTube Premium kostet im Ausland oft nur einen Bruchteil dessen, was man in Deutschland bezahlen muss. Google geht nun massiv gegen Nutzer vor, die sich ein günstiges Abo mit einem VPN gesichert haben.

Derzeit werden zahlreiche Nutzer auf der ganzen Welt von Google angeschrieben. Der Inhalt der E-Mail ist weniger erfreulich: Das US-amerikanische Technologieunternehmen kündigt momentan Premium-Nutzern, die bei ihrer Anmeldung einen falschen Wohnort angegeben haben. Das ist der Fall, wenn man sich bei der Buchung beispielsweise mit einem VPN-Netzwerk verbindet und Google damit vorgaukelt, in einem anderen Land zu leben.
Doch warum sollte man das tun? Ganz einfach, um Geld zu sparen. Abonnements für YouTube Premium kosten hierzulande ab 12,99 Euro. Wenn man sein Abo über den App Store abschließt, belaufen sich die monatlichen Kosten sogar auf 16,99 Euro. Im schlimmsten Fall kommt man so auf eine jährliche Gebühr von knapp 204 Euro. In anderen Ländern kostet das Premium-Abo gerade einmal drei oder vier Euro im Monat.
Außerordentliche Kündigung
Viele Abonnenten nutzen deswegen einen virtuellen Wohnsitz im Ausland. Rechtlich befindet man sich im Sinne des Strafgesetzbuches in einer Grauzone, es wurde von Google aber bisher hingenommen und nicht weiter verfolgt. Das hat sich nun allerdings geändert. Betroffene Nutzer erhalten den folgenden Text per Mail:
- „Hallo, deine YouTube Premium-Mitgliedschaft wurde beendet, weil wir glauben, dass du bei der Anmeldung nicht das tatsächliche Land deines Wohnsitzes angegeben hast. Wenn du Mitglied bleiben möchtest, musst du dich in den nächsten Wochen noch einmal für YouTube Premium registrieren. Andernfalls kannst du nur noch bis zum angegebenen Datum auf die Vorteile von YouTube Premium zugreifen. Nach diesem Datum wird deine Mitgliedschaft nicht automatisch verlängert.“
Ähnlich wie Netflix und Co nutzt Google mehrere Möglichkeiten, um festzustellen, wo sich ein Nutzer aufhält. Dazu gehört u. a. auch die IP-Adresse. Wenn man das VPN nur für den Abschluss des Abonnements und später beim Schauen nicht mehr einschaltet, ist das schon mal ein Anhaltspunkt.
Welche legalen Möglichkeiten bleiben
Wie eingangs erwähnt, bezahlt man vor allem über den App Store bzw. über das Buchen in der YouTube-App auf einem Apple-Gerät unverhältnismäßig mehr Geld als ein Android-Nutzer. Um die 16,99 zu umgehen, hat man mehrere Optionen. Relativ simpel: Das Abo über den Webbrowser oder über Android abschließen. Dann ist man als Apple-Kunde schon einmal bei 12,99 Euro im Monat.
Es gibt aber eine noch günstigere Methode, indem man einfach das Jahresabo bucht. Dabei handelt es sich um eine einmalige Prepaid-Mitgliedschaft, die nicht automatisch verlängert wird. Für zwölf Monate liegt der Preis bei 129,99 Euro, was einer monatlichen Gebühr von 10,83 Euro entspricht.
Das Jahresabo gibt es jedoch nur in diesen Ländern:
- USA
- Kanada
- Mexiko
- Brasilien
- Russland
- Deutschland
- Thailand
- Indien
- Japan
Die dritte Möglichkeit ist der Premium Lite-Tarif. Dieser wurde auf Apple-Geräten erst vor kurzem um zwei Euro erhöht und kostet jetzt 7,99 Euro im Monat. Über den Webbrowser und Android wird mit 5,99 Euro etwas weniger berechnet. YouTube Premium Lite entfernt allerdings die Werbung nicht in allen Videos. Außerdem kann man Inhalte weder herunterladen noch offline abspielen, es fehlt die Hintergrundwiedergabe sowie der Zugriff auf YouTube Music Premium.
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