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Googles erste Smart Glasses: KI-Brillen mit iPhone-Unterstützung im Herbst

Google kündigt seine ersten Smart Glasses an, die diesen Herbst auf den Markt kommen. Einzigartig: Die Brillen mit Gemini-KI funktionieren auch mit dem iPhone.

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AppTickerTeam
21.05.20264 Min. Lesezeit
Googles erste Smart Glasses: KI-Brillen mit iPhone-Unterstützung im Herbst
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Google hat auf der Entwicklerkonferenz I/O 2026 offiziell in den Markt der intelligenten Brillen eingestiegen. Zusammen mit Samsung sowie den Modemarken Gentle Monster und Warby Parker stellt der Suchmaschinenriese seine erste Generation von „Intelligent Eyewear“ vor, die noch in diesem Herbst in ausgewählten Märkten erhältlich sein wird. Die Geräte setzen auf Googles KI-Assistent Gemini und bieten Funktionen wie Echtzeit-Übersetzung, Navigation und KI-gestützte Bildbearbeitung. Besonders hervorzuheben ist die Plattformunabhängigkeit: Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten lassen sich die Brillen nicht nur mit Android, sondern auch vollständig mit iPhones koppeln. Damit positioniert sich Google als direkter Rivale für Metas etablierte Ray-Ban-Brillen und schließt eine Lücke, die Apple-Nutzer bisher offen ließ.

Design und Hardware im Detail

Die Hardware der neuen Brillen stammt von Samsung, während die Gestelle von den Partnern Gentle Monster und Warby Parker entworfen wurden. Google hat zwei konkrete Modelle vorgestellt: Das Gentle-Monster-Modell setzt auf ovale Gläser und einen breiten, glänzend schwarzen Rahmen, während die Variante von Warby Parker dezenter wirkt und an das klassische Wayfarer-Design erinnert. Beide Brillen sind mit einer Kamera, Mikrofonen und Lautsprechern ausgestattet, verzichten jedoch bewusst auf ein Display in den Gläsern. Stattdessen handelt es sich um sogenannte Audio-Brillen, die primär über den Gehörsinn und die Stimme mit dem Nutzer interagieren. Vollständige Kollektionen mit weiteren Designs sollen zum Marktstart ebenfalls verfügbar sein. Modelle mit eingebauten Displays, die Informationen direkt ins Sichtfeld projizieren, plant Google erst für ein späteres Release.

Gemini als Gehirn der Brille

Das Herzstück der Brillen ist Googles KI-Modell Gemini, das über das Betriebssystem Android XR läuft. Nutzer können den Assistenten per Sprachbefehl „Hey Google“ oder durch ein kurzes Antippen des Brillengestells aktivieren. Gemini erkennt Objekte in der Umgebung und liefert dazu passende Informationen, etwa Restaurantbewertungen oder Erklärungen zu Straßenschildern. Die Brille unterstützt bei der Navigation, kann Anrufe verwalten, Nachrichten zusammenfassen und Musik abspielen. Ein Highlight ist die Integration von Googles KI-Bildbearbeitungstechnologie „Nano Banana“, die es ermöglicht, Fotos und Videos direkt über die Brille aufzunehmen und anschließend per KI zu bearbeiten. Zudem sind Echtzeit-Übersetzungen von gesprochener Sprache und Texten im Sichtfeld, wie etwa Menükarten, integriert.

Kompatibel mit dem iPhone

Ein entscheidendes Verkaufsargument für Googles Smart Glasses ist die volle Kompatibilität mit Apples iOS. Während Samsung die nahtlose Integration in das eigene Galaxy-Ökosystem verspricht, können iPhone-Nutzer die Brillen ebenfalls ohne Einschränkungen koppeln und nutzen. Dies ist ein signifikanter Vorteil gegenüber dem aktuellen Markt, da Apple eigene Smart Glasses mit vergleichbaren KI-Funktionen erst ab 2027 erwartet. Für Apple-Fans, die bereits heute eine KI-Brille nutzen möchten, ohne auf ein Android-Smartphone umzusteigen, bietet Googles Lösung eine sofort verfügbare Alternative. Die Steuerung komplexerer Aufgaben, wie das Buchen von Fahrten oder das Vorbereiten von Bestellungen, läuft über die angebundene Smartphone-App, die sowohl auf iOS als auch auf Android verfügbar sein wird.

Konkurrenz für Metas Ray-Ban

Metas Ray-Ban Meta-Brillen dominieren den Markt für Smart Glasses bereits seit einigen Jahren und haben Millionen von Einheiten verkauft. Google und Samsung versuchen, sich durch die enge Verzahnung mit der Gemini-KI und dem Begriff „Intelligent Eyewear“ bewusst von der etablierten „AI Glasses“-Terminologie abzuheben. Ob dies ausreicht, um Marktanteile von Meta abzuzweigen, bleibt abzuwarten. Ein konkreter Verkaufspreis wurde bei der Vorstellung noch nicht genannt, auch ein exakter Starttermin fehlt bisher – Google spricht lediglich von einer Einführung im Herbst 2026 in ausgewählten Regionen. Neben den Smart Glasses gab es auf der I/O 2026 zudem Neuigkeiten zu „Project Aura“ von Xreal, einer kabelgebundenen AR-Brille auf Android-XR-Basis, die als Mittelweg zwischen leichten Smart Glasses und schweren VR-Headsets positioniert ist und ebenfalls 2026 erscheinen soll.

Zusammenfassung

Google stellt seine ersten Smart Glasses vor, die im Herbst 2026 in ausgewählten Märkten starten. Samsung liefert die Hardware, Gentle Monster und Warby Parker die Designs; die Brillen haben kein Display, sondern setzen auf Audio und Kamera. Googles KI Gemini steuert Funktionen wie Übersetzung und Bildbearbeitung. Einzigartig ist die volle Kompatibilität mit dem iPhone, was die Brillen zu einer direkten Alternative für Apple-Nutzer macht, lange bevor Apple eigene Modelle bringt.

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