iOS · Cybersicherheit

iOS 10: Brute-Force-Attacken sind beim iTunes Backup leichter möglich

Durch das Weglassen einiger Sicherheitsmechanismen hat Apple beim neuen iOS 10 die Sicherheit von iTunes Backups stark reduziert. Diese lassen sich, vorausgesetzt Angreifer gelangen in Besitz der Backups, durch Brute-Force-Attacken deutlich schneller knacken, wie ein russisches Unternehmen für Cybersicherheit herausgefunden hat.

A
AppTickerTeam
25.09.20162 Min. Lesezeit
Banner-Werbung
Leaderboard · 970 × 250 / 728 × 90

Apples neues iOS 10 ist da und bringt eine große Zahl von Neuerungen mit sich. Eine "Neuerung" ist aber auch eine kleine Schwachstelle bezüglich der Cybersicherheit. Es geht hierbei um das iTunes Backup, welches eine Sicherung auf einem gekoppelten Mac oder PC erstellt, sodass iOS 10 dann mit allen Einstellungen bei Bedarf wiederhergestellt werden kann. Wie das auf Cybersicherheit spezialisierte Unternehmen Elcomsoft herausgefunden hat, ist das hinterlegte Backup anfällig für sogenannte Brute-Force-Attacken, berichtet Macrumors.

Brute Force steht für rohe Gewalt und meint in diesem Fall das simple Ausprobieren von Passwörtern, bis dann nach mehr oder weniger langer Zeit die richtige Kombination gefunden wird. So ist es bei früheren iOS-Versionen möglich, mit Hilfe eines speziellen Programms 2.400 Passwörter pro Sekunde auszuprobieren, wenn man nur einen nicht näher genannten Intel i5 Prozessor die Rechenarbeit übernehmen lässt. Spannt man noch eine leistungsfähige Grafikkarte ein, sind pro Sekunde 150.000 Passwörter möglich.

Bei iTunes Backups von iOS 10 läuft die Überprüfung der Passwörter jedoch anders ab, deutlich vereinfacht da einige Sicherheitsüberprüfungen nicht mehr durchgeführt werden. Das erlaubt eine 2.500 mal schnellere Passwortüberprüfung, sodass nur durch den Einsatz der CPU 6 Millionen Passwörter pro Sekunde ausprobiert werden können. Durch eine einen Kombination eines Wörterbuches und einer Datenbank der beliebtesten Passwörter lassen sich so 80% bis 90% der Backups in etwa zwei Tagen knacken, so Oleg Afonin von Elcomsoft. Gegenüber dem Wirtschaftsmagazin Forbes hat Apple die Sicherheitslücke zugegeben und eine Korrektur angekündigt.

Banner-Werbung
Inline · Billboard 970 × 250

Das könnte dich auch interessieren

Weitere Geschichten aus iOS.

Alle iOS →
Apple patentiert einheitliche Schutzschicht für Unterwasser-Fotografie
Apple

Apple patentiert einheitliche Schutzschicht für Unterwasser-Fotografie

Apple hat ein Patent für eine innovative Unterwasser-Fotografie-Technologie erhalten, das Dome-Ports durch eine einzelne, einheitliche Schutzschicht ersetzen soll. Die Lösung könnte in einem iPhone-Case untergebracht werden.

Gestern1 Min
Apple entwickelt automatischen Diebstahlschutz für das iPhone
Apple

Apple entwickelt automatischen Diebstahlschutz für das iPhone

Apple arbeitet an einer neuen Sicherheitsfunktion, die das iPhone automatisch sperrt, sobald das System erkennt, dass es jemandem aus der Hand gerissen wurde. Die Erkennung stützt sich auf Beschleunigungssensoren und die Distanz zur gekoppelten Apple Watch.

Gestern1 Min
MagSafe-Ringhalter: Flaches Design und robuster Halt für 7,99 Euro
Schnäppchen

MagSafe-Ringhalter: Flaches Design und robuster Halt für 7,99 Euro

Ein magnetischer Ringhalter für Smartphones überzeugt durch extrem flache Bauform, langlebige Scharniere und starken MagSafe-Halt — und das alles für nur 7,99 Euro. Ein Schnäppchen, das sich definitiv lohnt.

Vor 5 Tagen1 Min
iPhone 19 Pro: Radikales Design zum 20. Jubiläum
Smartphone

iPhone 19 Pro: Radikales Design zum 20. Jubiläum

Leaker bestätigen ein radikales neues Design für die iPhone 19 Pro Modelle: Quad-curved Display und Under-Display Face ID sollen zum 20. iPhone-Jubiläum im Jahr 2027 eingeführt werden.

Vor 5 Tagen1 Min
iOS 26.5.1: Apple testet bereits das nächste Minor Update vor WWDC
iOS

iOS 26.5.1: Apple testet bereits das nächste Minor Update vor WWDC

Apple testet iOS 26.5.1 — ein typisches Minor Update mit Bugfixes und Sicherheitspatches, das bereits nächste Woche erscheinen könnte. Kurz vor der WWDC 2026 bringt Apple damit einen zeitnahen Pflichttermin für iPhone-Nutzer.

Vor 5 Tagen1 Min
So funktioniert NameDrop: So tauscht du Kontakte per iPhone und Apple Watch
Anleitungen

So funktioniert NameDrop: So tauscht du Kontakte per iPhone und Apple Watch

NameDrop macht das Weitergeben von Kontaktdaten zum Kinderspiel: Zwei iPhones zusammenhalten, fertig. Wir zeigen, wie die Funktion funktioniert, sich anpassen lässt und was bei Problemen zu tun ist.

Vor 6 Tagen1 Min

Kommentare

Sei der Erste, der hier kommentiert.

Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.

News & Schnäppchen — jeden Freitag in deiner Inbox.

Die wichtigsten App-News und besten Deals der Woche, kuratiert von der Redaktion. Kein Spam.