iOS 15.6 bringt Test-Notfallwarnungen auf US-iPhones
Apple hat in iOS 15.6 und der dritten Betaversion von iOS 16 die "Testwarnungen" hinzugefügt. Die Test-Notfallbenachrichtigungen der US-Regierung funktionieren allerdings nur mit amerikanischen Providern. Wir zeigen euch Alternativen für deutsche Netze.

In vielen Ländern hat die jeweilige Regierung die Mobilfunkanbieter verpflichtet, Informationen über Gefahren, Katastrophen, unmittelbare Bedrohungen oder extreme Wetterverhältnisse an die Smartphones der Kunden weiterzuleiten. So findet man in diesen Ländern auch in iOS eine jeweilige Option in den Einstellungen, um besagte Hinweise an- oder abzuschalten.
Hierzulande sieht es etwas anders aus. Die deutsche Regierung verlangt dies von den hiesigen Netzbetreibern nicht, weshalb die Option fehlt, wenn man sich in ein deutsches Mobilfunknetz einloggt.
Test-Notfallwarnungen mit iOS 15.6
Mit dem (wahrscheinlich letzten) Update für iOS 15 sowie der dritten Beta von iOS 16 hat Apple den Funktionsumfang der behördlichen Mitteilungen erweitert. Wer in den USA sein iPhone auf iOS 15.6 aktualisiert, sieht mit einer US-SIM-Karte oder beim Roaming in den Einstellungen unter "Mitteilungen" und "Offizielle Warnmeldungen" nun eine weitere Schaltfläche.
Dabei handelt es sich um die sogenannten "Test-Notfallwarnungen". Diese können von lokalen Verwaltungen genutzt werden, um Bürger vor Gefahren zu warnen. Wird eine "Test-Notfallwarnung" ausgegeben, ertönt neben dem Hinweis auf dem iPhone-Bildschirm ein spezieller Alarm, der dem Wecker ähnelt. Mit den aktuellen Betriebssystemen funktioniert das Ganze auch auf der Apple Watch.
Das bordeigene Warnsystem von iOS wird im zugehörigen Support-Dokument ausführlich beschrieben.
Alternativen in Deutschland
Da das Feature in den Bordmitteln fehlt, wenn man in einem deutschen Netz unterwegs ist, kann man hierzulande auf mehrere alternative Angebote zurückgreifen. Sowohl der Deutsche Wetterdienst (DWD) als auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bieten im App Store diverse kostenlose Apps an. Erwähnenswert ist außerdem KATWARN.
Während man mit NINA zum Beispiel eine Software für allgemeine Gefahrensituationen erhält, kümmert sich DWD WarnWetter ausschließlich um extreme Wetterereignisse. Die App des DWD kann zudem für einmalig 1,99 Euro um viele nützliche Tools erweitert werden.
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