iPhone ohne Notch: Apple lässt sich TrueDepth-Kamera unter dem Display patentieren
Das iPhone ohne Notch scheint in greifbare Nähe zu rücken. Apple hat sich ein Patent für ein Display ohne Aussparungen gesichert. Die TrueDepth-Kamera, die u. a. für Face ID zuständig ist, wandert dabei vollständig unter den Bildschirm.

Über kurz oder lang wird sich Apple von der anfangs unbeliebten Kerbe im iPhone-Display verabschieden. Die Notch enthält neben dem Hörer und der FaceTime-Kamera auch das TrueDepth-System, mit dessen Hilfe die Gesichtserkennung Face ID realisiert wird. Im Vergleich zu den Gesichtserkennungen anderer Smartphonehersteller ist Face ID eine andere Hausnummer.
Apples Gesichtsscan kann nämlich nicht durch ein Foto des Besitzers bzw. eine 2D-Aufnahme überlistet werden. Die Technologie, mit der mehrere Tausend Bildpunkte auf das Gesicht projiziert werden und die noch dazu im Dunklen funktioniert, benötigt einen gewissen Platz auf dem Display und freie Sicht zum Nutzer.
Das ist der Grund, warum die Kerbe mit dem iPhone 13 zwar verkleinert und mit dem iPhone 14 Pro wahrscheinlich durch zwei kleinere Aussparungen ersetzt wird, aber nicht komplett verschwindet.
Neues Patent macht es möglich
"Elektronisches Gerät mit einer hinter einer Anzeige angeordneten Kamera" - so lautet der Titel der Patentschrift, die Apple im September 2019 eingereicht und nun vergangene Woche vom "United States Patent and Trademark Office" zugesprochen bekommen hat. Über den Fund ist man bei Patently Apple gestoßen, wo man die neue Technik auch kurz erklärt.
Für das iPhone 15 wird Apple aller Voraussicht nach "Under Panel Face ID" von Samsung nutzen. Das hat den Vorteil, dass das TrueDepth-System unter dem Bildschirm verschwindet. Allerdings beeinträchtigen die über der Kamera liegenden Pixel die Bildqualität der Frontkamera.
Das neue Apple-Patent zeigt ein System auf, das ähnlich wie das von Samsung arbeitet. Das beschriebene Problem mit den Pixeln, welche die Sicht der Kamera behindern, besteht zwar weiterhin. Apple löst es allerdings mit einem speziellen Sensor, einem Bildprozessor sowie mehreren Filtern, welche die Bildverzerrungen, die durch die darüberliegenden Pixel entstehen, herausrechnen.
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