iPhone-Verbot im Kreml: Russische Regierung untersagt dienstliche Nutzung
Bis Ende des Monats sollen iPhones aus den Büros russischer Politiker und Beamter verschwinden. Die Telefone müssen getauscht werden, da sie ein Einfallstor für westliche Geheimdienste seien.

Dass Regierungen den Einsatz von Technologien aus anderen Ländern verbieten oder zumindest die Nutzung eindämmen wollen, ist kein neues Szenario. So prüft beispielsweise das Weiße Haus, aber auch die Bundesregierung, ob Mobilfunknetze weiterhin mit Komponenten von chinesischen Unternehmen bestückt werden sollen. Auch Apps sind betroffen. So soll u. a. TikTok von US-Regierungs-Handys verschwinden.
Die Smartphones von Politikern sind auch Thema dieser Meldung. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, forderte der Kreml russische Politiker und Beamte dazu auf, ihre iPhones und Android-Geräte gegen Smartphones aus China oder Russland auszutauschen. Ein entsprechender Erlass setzt den Stichtag auf den 1. April 2023: Dann sollen westliche Geräte nicht mehr im Dienst genutzt werden dürfen.
Verkündet wurde die Anordnung vom stellvertretenden Leiter der Präsidialverwaltung, Sergei Kiriyenko während eines Seminars für innenpolitische Beamte. „Für das iPhone ist Schluss: Entweder wegwerfen oder den Kindern geben!“, so ein Zitat von Kiriyenko. Es gebe Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Geräte, die von westlichen Geheimdiensten ausgespäht werden könnten.
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