Konkurrenz für den M-Chip? Qualcomm kündigt Entwicklung von "Next-Gen-Prozessoren" an
Die M-Prozessoren von Apple suchen haben derzeit in ihrer Preisklasse nur wenig zu fürchten. Qualcomm hat nun angekündigt, neue "Next-Gen-CPUs" zu entwickeln, die mit den M-Chips mithalten können.

Vor über einem Jahr hat Apple seine ersten selber entwickelten ARM-Prozessoren für den Mac vorgestellt. Die Leistung der ersten Generation war so mächtig, dass Apple nicht nur getrost auf die Chips von Intel verzichten konnte. So fiel Gerüchten zufolge der iMac Pro der Einführung des M1 zum Opfer, da die Bezeichnung "Pro" nicht mehr gerechtfertigt war - immerhin wurde der iMac Pro mit Intel-CPU vom ersten M1 in Sachen Leistung in den Schatten gestellt.
Auf seinem "Investor Day 2021" gab der Chief Technology Officer (CTO) von Qualcomm Dr. James Thompson nun einen Ausblick auf das, was der Konzern in Sachen Desktop-Prozessoren für die nächsten Jahre geplant hat.
Entwickelt vom Nuvia-Team
Die Veranstaltung wurde gestern live ins Netz gestreamt und ist u. a. in voller Länge noch auf YouTube verfügbar. Gleich in der ersten Hälfte widmete sich der CTO eine halbe Stunde lang der "Technology Roadmap" des Konzerns. Thompson gab an, dass Qualcomm seine Desktop-Prozessoren drastisch verbessern möchte.
Konkret arbeitet das hauseigene Nuvia-Team im Moment an einem ARM-SoC, das auf Windows-Computern einen neuen Leistungsmaßstab setzen soll. Bei Nuvia handelt es sich um ein Unternehmen, das Qualcomm Anfang des Jahres für 1,4 Milliarden US-Dollar übernommen hat. Die Prozessoren welche sich gerade in der Entwicklung befinden, sollen mit dem M-Chip von Apple mithalten können. Neben der CPU wird auch die eigene Adreno-GPU verbessert, mit dem Ziel, Gaming auf Desktop-Niveau ohne dedizierte Grafikkarte zu ermöglichen.
Das neue SoC soll irgendwann 2023 auf den Markt kommen. Neun Monate vor dem Launch sollen an ausgewählte Hardware-Kunden die ersten Samples zum Testen geliefert werden.
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