Kratzer-Test beim iPhone 12: Hält das neue Ceramic Schild, was es verspricht?
Das neue iPhone 12 kommt mit einem verbesserten, kratzerbeständigen Display daher. Tests sollen zeigen, wie gut es wirklich schützt.

Wie meistert das iPhone 12 Alltagssituationen?
Zuerst wollte CNET ermitteln, wie sich das iPhone in Alltagssituationen schlägt. Kratzer auf dem Handydisplay entstehen nämlich häufiger in Kombination mit anderen, harten Gegenständen, als bei einem Fall selbst. Dazu wurden drei verschiedene Szenarien ausgetestet.
Die Journalisten starteten ihren Versuch, indem sie das Handy in einer kleinen Handtasche verstauten, zusammen mit einigen Münzen, Schlüsseln und Stiften. Anschließend schüttelten sie die Tasche dreißig Sekunden lang. Dies überstand das iPhone gut ohne sichtbare Beschädigungen, Kratzer waren keine zu erkennen.
Dann bewegten sie das iPhone mehrfach mit Druck über eine Keramikplatte, ähnlich einer Arbeitsplatte in der Küche. Auch hierbei nahm die Vorderseite keinerlei Schaden, die Rückseite allerdings wies zwei geringe Kratzer auf. Diese waren vermutlich in einem Winkel entstanden, in dem die herausragende Rückkamera die Rückseite nicht schützen konnte, sodass jene in einen direkten Kontakt mit der Keramikplatte gelangen konnte.
Den Alltagstest beendeten sie mit der Nutzung von Schleifpapier, welches das Gleiten über Steine oder Asphalt simulieren sollte. Hierbei nahm das iPhone schließlich doch Schaden, auf der Vorderseite gab es deutlich sichtbare und spürbare Kratzer und Risse. Die Rückseite war weniger demoliert, da der Schaden durch das Kameramodul abgefedert werden konnte.
Der Drop-Test: Das iPhone 12 im freien Fall
Der freie Fall wurde aus verschiedenen Höhen und unterschiedlichen Winkeln durchgeführt, das iPhone fiel dabei senkrecht auf eine horizontale Ebene.
Die erste verwendete Höhe betrug genau drei Fuß (das entspricht in etwa einem Meter), das Display war nach unten gerichtet. Hierbei erlitt der Rahmen des Handys kleine Dellen, das Glas selbst blieb unbeschädigt. Der selbe Fall mit dem Display nach oben brachte allerdings ganz andere Ergebnisse: Das Glas zersprang am unteren Rand der Rückseite, was nicht nur deutlich sichtbar, sondern auch spürbar war.
Die zweite Höhe entsprach sechs Fuß, also in etwa zwei Metern, das Display zeigte wiederum nach unten. Auch hierbei sah man auf der Front keinerlei Schäden, anders als auf dem Rahmen: Die Dellen wurden jetzt stärker sichtbar, dazu kamen tiefe Kratzer.
Bei der dritten und letzten Höhe waren es 9 Fuß, ungefähr 2,7 Meter. Die Tester stellten sich auf eine Leiter und versuchten insgesamt dreimal, das iPhone so hinab zu werfen, dass es frontal aufkommen würde. Dies gelang jedoch physikalisch durch die ungleichmäßige Gewichtsverteilung nicht, stattdessen prallte das Handy jedes mal auf der Seite auf und kippte anschließend auf die Front. Dennoch ließen sich auch hierbei keine Beschädigungen des Frontdisplays feststellen, einzig der Rahmen erlitt wiederum weitere Brüche.
Fazit
Die Tests bestätigten schließlich Apples Behauptung: Das neue Display schützt deutlich besser als das Display des Vorgängers, die hier angegebenen Werte von einem viermal besseren Schutz vor Kratzern scheinen stimmig. Allerdings gilt dies nicht für die Rückseite des Handys, hier ist noch immer das herkömmliche Glas verbaut. Auch der Rahmen aus Aluminium ist bei einem Sturz nicht geschützt, in dem Fall gibt es allerdings noch die Alternative der teureren großen Brüder, dem iPhone 12 Pro und dem iPhone 12 Pro Max: Deren Rahmen besteht aus Edelstahl und federn potenzielle Stürze somit etwas besser ab.
Die Tests und das rissbeständige Glas stellen trotz allem natürlich keine Garantie dar. Wer sichergehen möchte, dass sein iPhone nicht zerkratzt, sollte am besten auf eine Handyhülle und auf Panzerglas zurückgreifen.
Das iPhone 12 ist bei Amazon bereits ab 858,37€ und das iPhone 12 Pro ab 1.119€ erhältlich . Es ist zwar nicht viel, allerdings trotzdem günstiger als direkt bei Apple.
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