Kuriose Geschichte: iCloud-Benutzerin wird wegen ihres Nachnamens sechs Monate lang aus iCloud ausgesperrt
Eine iCloud-Nutzerin ist wegen ihres Nachnamens und einem Programmierfehler für sechs Monate aus ihrem Konto ausgesperrt worden. Der Übeltäter: Eine Boolsche Variable.

Eine Nutzerin des Dienstes iCloud staunte nicht schlecht, als sie sich nicht mehr auf iCloud anmelden konnte. Die Frau mit dem Namen Rachel True bekam bei ihrem Anmeldeversuch eine Fehlermeldung, dass sie sich auf Grund ihres Nachnamens nicht einloggen könne. Offenbar handelt es sich um ein Codierungsproblem.
Dass Software manchmal Fehler und Bugs verursachen kann, ist nicht ungewöhnlich. Ein Fehler, den der Dienst iCloud verursachte, ist aber fast schon zu absurd um wahr zu sein: Die Nutzerin Rachel True konnte sich aufgrund ihres Nachnamens nicht bei iCloud anmelden, da dieser falsch codiert und damit nicht als Name interpretiert wurde.
Die Nutzerin teilte über den Kurznachrichtendienst Twitter mit, dass ihr Anmeldeversuch bei iCloud mit einer Fehlermeldung verknüpft war: "REPORTED ERROR TITLE: Type error: cannot set value ‘true’ to property ‘lastName‘".
Offensichtlich wurde ihr Nachname nicht als ihr Name erkannt, sondern als Boolsche Variable, also als ein logischer Operator, der in einem Programmcode auf Wahrheitswerten basiert. In der Programmierung bedeutet der Operator "True", dass etwas wahr sein soll. iCloud erwartet in dem Textfeld aber nicht, dass eine Eingabe wahr oder falsch ist, sondern einen String, in dem Fall also einen Nachnamen.
True bemerkte, dass sie wohl über sechs Monate lang aus ihrem Konto ausgeschlossen war. Ein Anruf bei dem Apple-Support führte zu einem mehrstündigen Telefonat, ohne, dass das Problem gelöst werden konnte. Mehr noch, sie hatte in diesem Zeitraum von sechs Monaten Gebühren bezahlt, ohne die dementsprechende Leistung dafür zu erhalten. Dabei muss man erwähnen, dass iCloud ein wichtiger und integraler Bestandteil aller Apple-Produkte ist, die man besitzt. Also wurden zum Beispiel nicht einmal fotografierte oder gedownloadete Bilder separat gesichert.
Apple vertröstete True und versprach, sich in ein paar Tagen noch einmal bei ihr zu melden. Derweil versuchten Twitter-User, ihr zu helfen: Sie teilten und verbreiteten das Problem, um für mehr Resonanz zu sorgen. Denn wenn das Problem bei einem User auftritt, gibt es sicherlich noch weitere. Einer der User schlug True scherzhaft vor, die effektivste und beste Lösung des Problems sei es, schnell zu heiraten und damit einen anderen Nachnamen anzunehmen, so lange der Auserwählte nicht Herr oder Frau "Null" hieße. (Zur Erklärung: In der Programmierung wird "Null" als der Wert bezeichnet, der ausdrückt, dass kein Wert vorhanden ist.)
Wie die Geschichte ausgehen wird, ob Apple das Problem lösen können wird und ob True ihren Namen ändern lassen muss, wird sie wohl in den nächsten Tagen erfahren.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Sonstiges.

Apple Account löschen oder deaktivieren: So gehst du vor
Du möchtest deinen Apple Account löschen? Apple bietet dir zwei Wege: die permanente Löschung oder die temporäre Deaktivierung. Wir erklären dir die Unterschiede, die Konsequenzen und den genauen Ablauf.

iOS 26.4, iPadOS 26.4 und macOS 26.4: So aktivierst du die Suche in der iCloud
Mit iOS 26.4, iPadOS 26.4 und macOS 26.4 hat Apple die Suche in Drive und Fotos in der iCloud freigeschaltet. Das Feature ist allerdings standardmäßig deaktiviert. Wir verraten euch, wie man es einschaltet.

iCloud Webseite: iOS 26.4 schaltet neue Suche für Fotos und Drive frei
Wer iOS 26.4 auf seinem iPhone installiert, kann eine erweiterte Suchmaske für die Webseite der iCloud freischalten. Die neue Suche ist dann auf allen vertrauenswürdigen Geräten möglich.

iCloud+: Apple erhöht die Preise in weiteren Ländern
Vergangenes Jahr hat Apple in einigen Ländern die Abonnementgebühren für iCloud+ erhöht. Jetzt legt der iPhone-Hersteller nach und dreht in weiteren Regionen an der Preisschraube.

Geheimhaltung der britischen Regierung: Apple erzielt Teilerfolg
Die britische Regierung fordert von Apple eine Backdoor für die iCloud. Nun hat ein Gericht entschieden, dass zumindest die Geheimhaltung dieser Forderung unzulässig ist.

Apple Einladungen (Invites): Apple stellt neue Event-App vor
Der Apple-Ökokosmos ist seit gestern Abend um eine System-App reicher. Der iPhone-Hersteller veröffentlichte die Einladungs-App „Invites“ (hierzulande „Apple Einladungen“), zu der es auch eine webbasierte Anwendung für den Browser gibt.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.