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M1 Computer: Technikern gelingt nachträgliche Aufrüstung von RAM und SSD

Chinesischen Technikern ist es gelungen, im Nachhinein die RAM und die SSD eines M1 Computers auszutauschen und upzugraden. Der Mac funktionierte anschließend ohne Probleme.

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AppTickerTeam
07.04.20213 Min. Lesezeit
M1 Computer: Technikern gelingt nachträgliche Aufrüstung von RAM und SSD
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Bislang hieß es, es sei unmöglich, die SSD und RAM bei einem M1 Mac nachträglich aufzurüsten. Chinesische Techniker beweisen nun das Gegenteil: Sie haben es geschafft, einen M1 Mac mini technisch aufzubessern. Das Prozedere dürfte für die meisten Anwender wohl ungeeignet sein, da es kompliziert ist. Dennoch sind M1 Macs flexibler, als gedacht.

SSD und RAM Upgrades für einen M1 Computer

Die Nachricht verbreitete sich am Wochenende in den chinesischen sozialen Medien: Technikern ist es gelungen, sowohl den Arbeitsspeicher, als auch den Speicher eines M1 Mac mini technisch aufzurüsten. Der Arbeitsspeicher bekam ein Upgrade von 8 GB auf 16 GB, die SSD wurde von 256 GB auf 1 TB erweitert. Der Vorgang sei erfolgreich, aber nicht einfach gewesen. Die Techniker mussten die fest verbauten Chips von der Hauptplatine lösen und an eine andere Stelle löten. Die RAM-Chips stellten eine zusätzliche Herausforderung dar: Um an die benötigten Speicherbausteine gelangen zu können, musste der M1 Chip aufgeflext werden. Das Auswechseln der SSD gestaltete sich im Gegensatz dazu als relativ einfach. Dennoch benötigten die Techniker für beide Vorgänge zusammen mehrere Stunden. Das Ergebnis ihrer Arbeit veröffentlichten sie auf Twitter: Die Upgrades seien erfolgreich gewesen. Das System erkenne die neuen Module fehlerfrei und auch der Zugriff darauf stelle keine Probleme dar. Änderungen der Firmware seien nicht nötig gewesen.

Die Nachricht ist deshalb so bedeutsam, da man davon ausging, dass man einen Mac mit M1 Chip nicht nachträglich aufrüsten könne. Upgrades gestalteten sich zwar auch schon zu Intel-Zeiten als schwierig, aber die Komponenten bei Macs mit M1 Chip sind noch besser verbaut. Außerdem greifen Sicherheitsfunktionen wie das so genannte Secure Enclave, die den Austausch zusätzlich erschweren. Secure Enclave bedeutet im groben, dass es einen zusätzlichen verschlüßelten Coprozessor gibt und dass der Hauptprozessor isoliert ist.

Dass das nachträgliche Aufrüsten eines M1 Computers geglückt ist, heißt allerdings nicht, dass demnächst jeder Heimanwender seinen Mac ohne Probleme aufbessern kann: Selbst für die Techniker, die nahezu Experten im technischen Bereich sein dürften, war die Prozedur nicht einfach. Sie erfordert nicht nur mehrere Stunden Arbeit, sondern auch viel Erfahrung, Geduld und Wissen. Außerdem benötigt es spezielles Werkzeug, das nicht unbedingt jeder im Werkzeugkasten hat. Bei einem solchen Eingriff kann schnell etwas schief laufen und der Computer anschließend kaputt sein, zumal er seine Garantie verliert. Vielleicht finden sich in Zukunft einfachere Methoden für einen Tausch, aber so lange sollte man die Finger davon lassen.

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