M2 & M2 Max: Erste Einschätzungen zur Rechenleistung
In diesem Jahr erwarten wir, dass Apple mit dem M2 die nächste Generation seiner "Apple Silicon"-Chips vorstellt. Ersten Berechnungen zufolge dürfte der neue M-Prozessor bis zu 60 Prozent schneller arbeiten als sein Vorgänger.

Mit dem M1-Prozessor ist Apple ein ganz großer Wurf gelungen. Als Apple seine erste selber entwickelte ARM-Desktop-CPU Ende 2020 zusammen mit dem MacBook Air, dem Mac mini und dem 13 Zoll MacBook Pro präsentierte, konnten die meisten Macs mit einem Intel-Prozessor nicht mithalten. Und dabei handelte es sich erst um die erste Generation des M-Chips.
Experten und Analysten rechnen damit, dass Apple schon in den nächsten Wochen mit dem M2 den Nachfolger des M1 einführt. Mehrere Leaks aus der Lieferkette des iPhone-Herstellers gehen von der Präsentation eines 13 Zoll MacBook Pro mit der nächsten Generation des "Apple Silicon"-Chips aus.
M2 verhält sich zum M1 wie der A15 zum A14
Doch was dürfen wir in Sachen Leistung erwarten? Der Macworld-Autor Jason Cross wagt eine Prognose zur Power des M2 sowie des M2 Max, indem er seinen Berechnungen die Entwicklung von Apples A-Prozessor zugrunde legt. Da der M1 eigentlich auf dem Design des A14, wie er im iPhone 12 zum Einsatz kam, basiert, geht Cross davon aus, dass das gleiche Schema für den M2 im Hinblick auf den A15 gilt.
Somit könnte man theoretisch die Entwicklung des A15 im Vergleich zum A14 hernehmen und auf den M2 übertragen. Der M2 würde sich zum M1 so verhalten wie der A15 zum A14.
Enorme Rechenpower
Der M1 besitzt die doppelte Anzahl an Hochleistungs- und GPU-Kernen wie der A14. Beim A15 hat Apple zwar die Anzahl der Rechenkerne nicht erhöht, dafür aber dank eines verbesserten Fertigungsprozesses die Leistung gesteigert. Anders sieht es bei der GPU aus, denn im iPad mini 6, iPhone 13 Pro und iPhone 13 Pro Max verrichten fünf Kerne ihren Dienst.
Ähnlich würde es laut der Prognose von Cross beim M2 ablaufen, der von der Taiwan Semiconductor Manufacturing Company gefertigt wird - allerdings erneut mit einem verbesserten Herstellungsprozess, dem sogenannten "N4P-Verfahren". Dieser macht erneut eine Leistungssteigerung möglich und sorgt darüber hinaus für mehr Energieeffizienz. Vor allem der M2 Max wird sich den Einschätzungen von Cross zufolge in beiden Punkten deutlich vor Intels Core i9 Top-Modell der Alder Lake-Baureihe platzieren.
Erste Schätzungen für Geekbench
Im Multi-Plattform-Benchmark Geekbench liegt die Single-Core-Leistung des A15 etwa sieben Prozent über der des A14. In den Multi-Core-Tests ist der A15 ungefähr 20 Prozent schneller. Rechnet man die Ergebnisse des M1 und des M1 Max im gleichen Verhältnis hoch, ergeben sich folgende Zahlen:
Single-Core
- M1: 1.706
- M1 Max: 1.747
- M2: 1.829
- M2 Max: 1.873
Bei aktuellen Anwendungen ist die Leistung mit allen Rechenkernen viel wichtiger. Und hier könnte der M2 Max die Chips aus der aktuellen Core i9 Alder Lake-Baureihe schlagen:
Multi-Core
- M1: 7.391
- M1 Max: 12.238
- M2: 8.837
- M2 Max: 14.632
Vor allem für Notebooks wie das MacBook Air oder das MacBook Pro würde schon die Basiskonfiguration des M2 eine enorme Rechenpower verleihen, die vergleichbare Produkte der Konkurrenz alt aussehen ließe.



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