M3, M3 Pro & M3 Max: Die schnellsten „Apple Silicon“-Prozessoren im Detail
Die mittlerweile dritte Generation „Apple Silicon“ ist da. Der iPhone-Hersteller hat den M3, den M3 Pro und den M3 Max offiziell angekündigt - mit einer wegweisenden GPU Architektur der nächsten Generation.

Gut drei Jahre ist es nun her, dass Apple seine erste selber entwickelte Desktop-CPU in seinen Macs verbaut. Der Umstieg von Intel auf „Apple Silicon“ erfolgte zwar mit etwas Verzögerung, setzte aber in der Branche vor allem in Sachen Performance per Watt neue Maßstäbe. Nach dem M1 kam der M2. Und jetzt wurden die ersten Macs mit dem M3-Prozessor vorgestellt.
Die Präsentation des M3 repräsentiert in der Ära von „Apple Silicon“ ein Novum: Seit der Einführung seiner eigenen Chips hat Apple neben der Basis-Variante gleichzeitig auch den zugehörigen Pro- und Max-Prozessor gezeigt. Alle drei CPUs werden von TSMC im 3-nm-Verfahren hergestellt und übertrumpfen den M2 in vielen Punkten.
Die technischen Details
Alle drei Prozessoren werden in zwei verschiedenen Settings angeboten:
M3
- 8‑Core CPU (vier Performance- und vier Effizienz-Kerne)
- 10‑Core GPU
- 25 Milliarden Transistoren
- bis zu 24 GB gemeinsamer Arbeitsspeicher
- alternativ mit 8-Core GPU
M3 Pro
- 12‑Core CPU (sechs Performance- und sechs Effizienz-Kerne)
- 18‑Core GPU
- 37 Milliarden Transistoren
- bis zu 36 GB gemeinsamer Arbeitsspeicher
- alternativ mit 11-Core CPU und 14-Core GPU
M3 Max
- 16‑Core CPU (zwölf Performance- und vier Effizienz-Kerne)
- 40‑Core GPU
- 92 Milliarden Transistoren
- bis zu 128 GB gemeinsamer Arbeitsspeicher
- alternativ mit 14-Core CPU und 30-Core GPU
Dynamisches Caching
Apple möchte den Mac wieder interessanter für Spieler machen. Den Grundstein haben die Entwickler bereits mit macOS 14 Sonoma in der Software gelegt, das den neuen Spielmodus an Bord hat. Die drei M3-Chips legen mit weiteren Neuerungen nach.
Der erste Punkt auf der Liste betrifft das Management des Arbeitsspeichers. Alle „Apple Silicon“-Prozessoren nutzen gemeinsamen RAM. Die M3-Familie kommt mit dem neuen dynamischen Caching daher. Das bedeutet, dass verfügbarer RAM Anwendungen in Echtzeit zugewiesen wird. Die durchschnittliche Auslastung der GPU wird so deutlich verringert, was dazu führt, dass beispielsweise Spiele besser laufen.
Mesh Shading
Computer die mit einem M3 ausgestattet sind, können dank Mesh Shading der GPU rechenintensivere Aufgaben effizienter abarbeiten. Visuell anspruchsvolle Szenen benötigen weniger Energie. Apple führt als Vergleich den M1 an: „Tatsächlich schafft die M3 GPU die gleiche Performance wie beim M1 mit nahezu halb so viel Energie und bis zu 65 Prozent mehr Performance in der Spitze.“
Hardware beschleunigtes Raytracing
Der M3 bietet auf dem Mac zum ersten Mal Hardware beschleunigtes Raytracing. Den Effekt kennt man bereits von immersiven Spielen auf Windows-PCs: Raytracing bietet Spielentwicklern die Möglichkeit, in ihre Games exakte Spiegelungen und Schatten einzubauen, was auf den Vorgängergenerationen von „Apple Silicon“ nur via Software möglich war. Im Vergleich zum M1 sind die M3-Chips beim Raytracing bis zu 2,5-mal schneller.
Weniger Speicherbandbreite beim M3 Pro & M3 Max
Während Apple die Leistungsdaten in nahezu allen Punkten verbessert hat, gibt es im Vergleich zum M2 Pro und M1 Pro jedoch ein Detail, das die Vorgänger besser konnten. Es geht um die Speicherbandbreite, die beim M3 Pro und M3 Max geringer ausfällt.
- M1 Pro und M2 Pro: 200 GB/s
- M3 Pro: 150 GB/s
- M1 Max und M2 Max: 400 GB/s
- M3 Max: „bis zu“ 400 GB/s (16-Core CPU) & 300 GB/s (14-Core CPU)
Warum die Speicherbandbreite der beiden M3-Chips beschnitten wurde und wie sich das im Alltag auswirkt, ist unklar.








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