Mit VPN erstellt: YouTube will noch härter gegen illegale Premium-Abos vorgehen
Wer das Premium-Abo von YouTube bucht, bezahlt für eine Einzellizenz im schlimmsten Fall 16,99 Euro. Um Accounts, die kostenpflichtige Abos günstiger über ein VPN im Ausland kaufen, einfacher sperren zu können, hat der Konzern nun seine Nutzungsbedingungen angepasst.

Foto-Credits: YouTube & Google
Abonnenten von YouTube Premium werden im Moment per E-Mail angeschrieben und über die neuen Nutzungsbedingungen informiert. Diese treten am 26. September dieses Jahres in Kraft und enthalten Informationen über die Tarife, Richtlinien zu Werbeangeboten und die akzeptierten Zahlungsmethoden.
Die Streaming-Plattform will sich aber in Zukunft auch besser gegen Nutzer wehren, die sich mit falschen Angaben ein günstigeres Premium-Abo verschafft haben. So findet man in der Mail zwei weitere Punkte, die genau in diese Richtung gehen:
- Klarstellung, dass Du Deine Mitgliedschaft hauptsächlich in dem Land nutzen solltest, in dem Du sie abgeschlossen hast.
- Zusätzliche Erläuterungen und Klarstellungen bezüglich unserer Richtlinien zur Mitgliedschaft.
Was ist ein illegal erworbenes Premium-Abo?
Die Preise, die Google für ein YouTube Premium-Abo verlangt, orientieren sich an der Kaufkraft der Einwohner eines Landes. Während man in Deutschland für eine Einzellizenz satte 16,99 Euro im Monat bezahlt, wenn man das Abo von einem Apple-Gerät aus bucht, kostet das gleiche Abonnement beispielsweise in Indien nur 139 Rupien, was ca. 1,54 Euro entspricht.
Gaukelt man bei der Bestellung über ein VPN mit einer indischen IP vor, dass man in Indien lebt, berechnet YouTube den indischen Preis, obwohl man in Deutschland wohnt und dort auch das Premium-Abo nutzt.
Mit VPN gegen teure Abogebühren
Hier sind die monatlichen Preise, die man hierzulande als Apple-Kunde bezahlt, wenn man in der App bestellt:
- YouTube Premium, 1 Person: 16,99 Euro
- YouTube Premium Familie, 5 Personen: 31,99 Euro
- YouTube Premium Lite: 7,99 Euro
- YouTube Music, 1 Person: 14,99 Euro
- YouTube Music Familie, 5 Personen: 22,99 Euro
Bucht man ein YouTube Premium-Abo über den Browser, an einem PC oder auf einem Android-Gerät, sind die monatlichen Abokosten günstiger. Das liegt daran, dass Apple hier noch einmal die Hand aufhält.
Die neuen Nutzungsbedingungen im Detail
Um illegal erworbene Premium-Abos künftig leichter kündigen zu können, gab es jetzt die Anpassung der Nutzungsbedingungen. Unter Punkt 2.3 geht es um die geografischen Einschränkungen:
- „Die kostenpflichtigen Dienste sowie bestimmte Inhalte, die im Rahmen der kostenpflichtigen Dienste verfügbar sind, sind unter Umständen nur in bestimmten Ländern verfügbar. Sie erklären sich damit einverstanden, keine falschen, ungenauen oder irreführenden Angaben zum Land, in dem Sie ansässig sind, zu machen. Sie bestätigen außerdem, dass Sie nicht versuchen werden, jedwede Einschränkungen für die Nutzung oder Verfügbarkeit der kostenpflichtigen Dienste oder der Inhalte, die im Rahmen der kostenpflichtigen Dienste verfügbar sind, zu umgehen.“
Damit hat YouTube bzw. Google ab dem 26. September die gesetzliche Grundlage geschaffen, betroffene Accounts einfach zu kündigen. Das hat die Plattform schon vor einem Jahr gemacht. Wir gehen aber davon aus, dass es, nachdem die neuen Regeln wirksam werden, zu einem regelrechten Rundumschlag kommen könnte.
Legal mehr als sechs Euro im Monat sparen
Es gibt in Deutschland einen Weg, als Apple-Nutzer die monatlichen Kosten für das YouTube Premium-Abo um mehr als sechs Euro zu reduzieren. Dafür wählt man einfach die jährliche Zahlweise, vorausgesetzt man möchte sich so lange binden. Das Jahresabo kostet bei uns 129,99 Euro, was 10,84 Euro im Monat entspricht.




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