Moskauer Anwälte wollen 1,28 Millionen Dollar von Apple & verklagen Netflix
Nachdem eine russische Anwaltskanzlei wegen der Einstellung von Apple Pay Klage angedroht hatte, wurde diese jetzt in die Tat umgesetzt. Darüber hinaus ziehen die Anwälte nun auch gegen Netflix vor Gericht.

Nachdem Russland im Februar mit seiner Offensive in der Ukraine begonnen hat, haben sich zahlreiche westliche Unternehmen aus dem Land zurückgezogen und ihre Dienste dort ausgesetzt. Apple bildet dabei keine Ausnahme. So werden derzeit keine Geräte mehr in Russland verkauft. Zudem hat der iPhone-Hersteller seinen Bezahldienst Apple Pay eingestellt.
Die Moskauer Kanzlei Chernyshov, Lukoyanov and Partners (CLP) hatten im April mit einer Klage gegen Apple gedroht, da vielen privaten und gewerblichen Kunden durch diese Maßnahme ein monetärer Schaden entstanden sei.
Mittlerweile haben die Anwälte von CLP die Klage eingereicht und eine Schadensersatzforderung gestellt. Apple soll laut Reuters 1,28 Millionen Dollar bezahlen. Die Summe könnte noch steigen, wenn sich weitere Geschädigte melden.
CLP will jetzt auch Netflix verklagen
Doch Apple repräsentiert lediglich den Anfang einer Klagewelle, die von den Anwälten der Kanzlei angekündigt wurde. Das nächste prominente Unternehmen, das Schadensersatz bezahlen soll, ist Netflix (via Reuters). Hier beläuft sich die Summe auf 60 Millionen Rubel oder umgerechnet 948.617 US-Dollar.
Netflix habe zwar durch die Einstellung seines Streamingdienstes in Russland keinen monetären Schaden verursacht. Vielmehr sei es der moralische Schaden, der durch die Zahlung wieder gutgemacht werden soll. Die Sammelklage gegen Netflix wurde zeitgleich mit der gegen Apple bei einem Moskauer Gericht eingereicht. Wie ein Seniorpartner gegenüber Reuters mitteilte, würden weitere westliche Firmen auf der Liste der Kanzlei stehen. Mögliche Namen hat der Anwalt nicht verraten. Und auch zu den russischen Unternehmen, die sich der Sammelklage gegen Apple angeschlossen haben, gibt es keine Details.
Da Apple, Netflix und Co. aufgrund der Sanktionen der US-Regierung ihre Dienste in Russland im Moment gar nicht legal anbieten dürfen, ist es fraglich, ob CLP mit ihren Klagen Erfolg haben wird.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Apple.

Preiserhöhung: Netflix wird für amerikanische Kunden wieder teurer
Netflix dreht in den USA wieder an der Preisschraube. Wer dort ein neues Abo abschließt, muss ab sofort etwas tiefer in die Tasche greifen. Bestandskunden werden bei der nächsten Rechnung umgestellt.

Volksbank und Raiffeisenbank: Mobiles Bezahlen auf dem iPhone jetzt ohne Apple Pay
Nachdem Apple den NFC-Chip des iPhones für Drittanbieter freigeben musste, starten nun die ersten Banken in Deutschland mit ihren eigenen Systemen. Mobiles Bezahlen ist für Kunden der Volksbank und Raiffeisenbank ab sofort möglich.

„Red Dead Redemption“ gibt es auch ohne Netflix für iOS & iPadOS
Ob „Red Dead Redemption“ für iOS und iPadOS auch irgendwann ohne ein Abo von Netflix erscheinen wird, war lange unklar. Rockstar Games hat jetzt aber Klarheit geschaffen: Der Action-Kracher kann ab sofort auch separat erworben werden.

Kein Streaming vom iPhone mehr: Netflix schafft das Casting ab
Das Streamen von Inhalten aus der Netflix-App von einem mobilen Gerät aus auf den Fernseher ist ab sofort nicht mehr möglich. Die Unterstützung der nützlichen Funktion wurde ohne Angabe von Gründen eingestellt.

„GTA: San Andreas“: Die Version von Netflix ist nur noch kurze Zeit verfügbar
Netflix nimmt „GTA: San Andreas“ schon bald aus seinem Spielkatalog. Die entsprechende Ankündigung findet man bereits im App Store. Wer die Version noch spielen möchte, muss sich beeilen.

Kartenzahlung: Warum Transaktionen mit Apple Pay sicherer sind als mit physischen Karten
In Geschäften aber auch online werden in den meisten Fällen mehrere Möglichkeiten angeboten, mit denen man seine Rechnung bezahlen kann. Wer gerne per Karte bezahlt und ein iPhone besitzt, sollte dafür unbedingt Apple Pay nutzen. Wir zeigen euch, warum.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.