Nacktfotos in iMessage werden unter iOS 15.5 nun in weiteren Ländern erkannt
Apple hat die "Kommunikationssicherheit für Nachrichten" unter iMessage in weiteren Ländern ausgerollt. Mit dem Launch von iOS 15.5 steht die Funktion zum Erkennen von Nacktfotos nun u. a. auch für Kinder-Accounts in Großbritannien zur Verfügung.

Im vergangenen Jahr hat Apple in den USA zusammen mit iOS 15.2, iPadOS 15.2 und macOS Monterey 12.1 ein neues Sicherheitsfeature eingeführt, das Kinder vor sexuellen Inhalten in iMessage schützen soll. Das Tool nennt sich "Kommunikationssicherheit für Nachrichten" und kann über die Bildschirmzeit aktiviert werden.
Konkret wird vom System Nacktheit in Fotos erkannt, also Bilder, die eindeutige sexuell anstößige Szenen enthalten. Das Ganze funktioniert im Moment nur zusammen mit Apple-IDs, die speziell für Kinder angelegt wurden und auch nur in iMessage.
Nacktfilter in weiteren Ländern aktivierbar
Anfang der Woche hat Apple seine Betriebssysteme aktualisiert. Die Liste der Änderungen von beispielsweise iOS 15.5 ist hierzulande relativ kurz. Bei The Apple Post ist man jedoch über einige Unterschiede gestolpert. So hält mit iOS 15.5 nun die "Kommunikationssicherheit für Nachrichten" in mindestens vier weiteren Ländern Einzug.
Konkret lässt sich der Filter jetzt neben den Vereinigten Staaten auch in Kanada, Neuseeland, Großbritannien und in Australien aktivieren. Ein bei The Apple Post veröffentlichter Screenshot zeigt die Update-News von iOS 15.5 aus einem der Länder, wo das iMessage-Sicherheitsfeature für Kinder explizit genannt wird. In Deutschland ist das Tool noch nicht Teil des iPhone-Betriebssystems.
So funktioniert die Kommunikationssicherheit für Nachrichten
Um das Tool zu aktivieren, meldet man sich auf einem iPhone (in den USA auch auf einem iPad oder Mac) mit aktuellem Betriebssystem entweder mit der eigenen Apple-ID oder der des Kindes an. Anschließend öffnet man in den Einstellungen die Bildschirmzeit. Diese muss zwingend eingeschaltet werden. Dann wählt man den Punkt "Kommunikationssicherheit". Wichtig ist, dass die Familienfreigabe für das Kind aktiviert wurde. Die Kommunikationssicherheit nimmt nach einem Klick auf "Auf sensible Fotos prüfen" ihren Dienst auf.
Nach der Aktivierung werden alle Fotos, die mit der Apple-ID des Kindes unter iMessage versendet oder empfangen werden, auf sensible Inhalte untersucht. Das geschieht mithilfe des maschinellen Lernens: Bildanhänge werden analysiert und geprüft, ob ein Foto sexuell anstößige Inhalte aufweisen.
Ist das der Fall, wird das Bild unkenntlich gemacht und es erfolgt eine Warnung in Form einer Systemeinblendung an das Kind. Eltern können die "Kommunikationssicherheit für Nachrichten" zudem so konfigurieren, dass zeitgleich eine Information auf ihrem iPhone erscheint.
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