Netflix-CEO kündigt werbefinanziertes Abo offiziell an
Netflix wird schon bald ein günstigeres Abo anbieten, das sich durch Werbung finanziert. Die Vorbereitungen dazu laufen, jetzt bestätigte der Konzern Gespräche mit Werbevertriebspartnern.

Seit dem Abebben der Coronavirus-Pandemie, wo sich viele Menschen rund um den Globus zu Hause aufhielten, geht es mit den Nutzerzahlen von Netflix bergab. Da der Streamingdienst aufgrund der US-Sanktionen auch sein Angebot in Russland abgeschaltet hat, brach noch einmal eine große Anzahl an Kunden weg.
Netflix geriet ins Straucheln. In diesem Jahr hat die Aktie des Konzerns mehr als 60 Prozent an Wert verloren. Die Folgen: Mitarbeiter werden entlassen, das Budget der Eigenproduktionen gekürzt.
Werbefinanziertes Abo offiziell angekündigt
Um neue Kunden anzulocken, geht man bei Netflix nun einen Weg, dem man sich bisher immer verweigert hat. Schon bald wird es werbefinanzierte Abonnements geben, die günstiger sind als das Standard-Abo. Während seiner Rede beim Cannes Lions International Festival of Creativity am gestrigen Abend kündigte Ted Sarandos, Chief Content Officer des Medienunternehmens, das günstigere Abomodell offiziell an (via The Hollywood-Reporter).
Zur bisherigen Firmenpolitik, auf Werbung zu verzichten, sagte Sarandos: "Wir haben ein großes Kundensegment außer Acht gelassen, nämlich Leute, die sagen: Hey, Netflix ist zu teuer für mich und ich habe nichts gegen Werbung". Und weiter: "Wir fügen ein werbefinanziertes Angebot für Leute hinzu, die sagen: Hey, ich möchte einen niedrigeren Preis und ich werde mir Werbung ansehen."
Der Co-CEO gab darüber hinaus bekannt, dass das Unternehmen bereits Gespräche mit potenziellen Partnern für den Anzeigenverkauf führt. Ob Netflix mit dem neuen Abomodell wieder aus eigener Kraft wachsen kann oder ob es am Ende zu einer Übernahme kommt, bleibt abzuwarten. Wann das werbefinanzierte Abo an den Start geht, verriet Sarandos nicht.
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