Netflix: Werbefinanziertes Abo kommt nicht gut bei den Kunden an
Seit Anfang November bietet Netflix ein werbefinanziertes Abo an. Der neue Tarif scheint bei den Kunden nicht gut anzukommen, da der Konzern nun im Voraus bezahlte Gelder an die Werbetreibenden zurückbezahlt.

Wer beim Streaming-Anbieter Netflix etwas Geld sparen möchte, kann seit einigen Wochen ein werbefinanziertes Abo buchen. Das sogenannte "Basis-Abo mit Werbung" kostet monatlich 4,99 Euro und ist somit drei Euro günstiger als das reguläre Basis-Abo. Neben den Werbeclips, von denen man pro Stunde bis zu fünf Minuten ansehen muss, hat das Basis-Abo mit Werbung weitere Einschränkungen.
So kann man zum Beispiel keine Inhalte herunterladen, um sie offline wiederzugeben. Das Ganze funktioniert also nur, wenn man über eine aktive Internetverbindung verfügt. Außerdem sind manche Filme und Serien aus lizenzrechtlichen Gründen mit dem Werbe-Abo nicht verfügbar.
Nutzerzahlen verfehlen Erwartungen
Ob es an den Einschränkungen liegt oder an den Werbeeinblendungen: Fakt ist, dass man bei Netflix mit deutlich mehr aktiven Nutzern gerechnet hat, die sich für das werbefinanzierte Abo interessieren. Wie Digiday berichtet, wurden die erwarteten Zahlen nur zu ca. 80 Prozent erfüllt.
Da der Streaming-Anbieter die Werbeblöcke nach dem "Pay on Delivery"-Verfahren angeboten hat, kommt es jetzt zu den ersten Rückzahlungen an die Werbeagenturen. Diese müssen nämlich nur für die Anzahl an Nutzern und Nutzerinnen bezahlen, die auch wirklich die Werbung angesehen haben.
Werbefinanziertes Abo läuft vorerst weiter
Laut Digiday wollen die Werbetreibenden das Geld vorerst in andere Projekte stecken. Sowohl Netflix als auch die Agenturen sind sich aber sicher, dass ein werbefinanziertes Abo in Zukunft gut von den Kunden angenommen wird.
In der Führungsetage von Netflix bleibt man trotz des holprigen Starts gelassen. Man will dem Werbe-Abo zwei bis drei Jahre Zeit geben, um sich zu entwickeln. Das Basis-Abo mit Werbung steht also noch lange nicht vor dem Aus, sondern wird noch mindestens zwei Jahre weitergeführt.
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