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Netflix: Werbetarif mit besserer Auflösung und Maßnahmen gegen Account-Sharing

Der günstige Werbetarif von Netflix wird zukünftig sämtliche Inhalte in höherer Qualität zur Verfügung stellen. Außerdem werden die Maßnahmen gegen Account-Sharing in weiteren Ländern eingeführt. Ein anderer Dienst von Netflix wird dagegen vollständig eingestellt. 

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AppTickerTeam
20.04.20234 Min. Lesezeit
Netflix: Werbetarif mit besserer Auflösung und Maßnahmen gegen Account-Sharing
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Für Kunden, die Netflix genießen wollen aber nicht bereit sind, den Preis für einen Standardzugang zu bezahlen, hat Apple im vergangenen Jahr einen werbefinanzierten Tarif eingeführt. Hierzulande kostet das Abo 4,99 Euro und kommt mit einigen Einschränkungen daher. So streamen Kunden bislang mit einer maximalen Auflösung von 720p. 

Wer seine Serien und Filme mit einer Auflösung von 1080p genießen will, muss bislang zwingend zum Basis-Tarif für 12,99 Euro monatlich greifen. Die tatsächlichen Qualitätsunterschiede sind jedoch in Abhängigkeit von der zum Einsatz kommenden Technik nur bedingt wahrnehmbar. Die größere Motivation von einem Werbetarif zu einem Standardtarif zu wechseln, dürften die Werbeeinblendungen sein. 

Zumindest in Sachen Streaming-Qualität stellt Netflix die beiden Abonnements zukünftig auf eine Stufe. Sowohl der werbefinanzierte Tarif als auch der Standardzugang unterstützen schon bald Auflösungen von 1080p. Im kürzlich veröffentlichten Bericht zum ersten Quartal des Jahres 2023 kündigte Netflix an, dass die Qualität des günstigsten Tarifes ohne zusätzliche Gebühren hochskaliert wird. 

Kunden in Kanada und in Spanien erhalten die höhere Auflösung sofort. In allen anderen Ländern, in denen der Werbetarif unterstützt wird, greift die Änderung spätestens zum Ende des Monats. 

Ausweitung von Maßnahmen gegen Account-Sharing

Lange Zeit galt Netflix im Video-on-Demand-Geschäft als unantastbarer Marktführer. Nachdem sich in den vergangenen Jahren jedoch zahlreiche weitere Anbieter aufdrängten, verlor Netflix mehr und mehr an Boden. Die Folge: Umsatzeinbrüche, Sparmaßnahmen und Neuausrichtung. Während das Unternehmen viele Jahre die Praxis der Kennwortweitergabe de facto akzeptierte, will man in den aktuell schlechten Zeiten keine Einnahmequelle ungenutzt lassen. 

Im vergangenen Jahr begann man schließlich damit, Kontoinhaber für die Weitergabe der Zugangsdaten und der anschließenden Nutzung von Netflix in einem anderen Haushalt bezahlen zu lassen. Kontrolliert wurde dies anhand der hinterlegten IP-Adresse des Hauptnutzers. Jeder zusätzliche Zugriff auf den Account außerhalb der eigenen vier Wänden schlägt mit einer Zusatzgebühr zu Buche. 

Die Höhe der Gebühr wird in Abhängigkeit der jeweiligen Landeswährung festgelegt. In Kanada schlägt die zusätzliche Nutzung beispielsweise mit 7,99 Kanadischen Dollar pro Monat zu Buche. Neben Kanada mussten auch die Bewohner der Länder Neuseeland, Spanien und Portugal unfreiwillige Bekanntschaft mit der neuen Gangart machen. 

Bis Ende Juni will Netflix die Maßnahmen auch auf weitere Länder ausweiten. Dazu dürfte neben den USA unter anderem auch Deutschland zählen. Die Praxis der Kennwortweitergabe wird damit hierzulande schon bald Geschichte sein. 

Langfristige Umsatzsteigerungen erwartet

Die Verantwortlichen bei Netflix schienen sich lange Zeit uneins zu sein, ob derartige Maßnahmen gegen die Weitergabe der Login-Daten tatsächlich zielführend seien oder ob nicht doch aus Frust der Nutzer eine Kündigungswelle auf das Unternehmen zurollt. Zweitgenannte Reaktionen blieben Netflix zufolge bislang aus. 

Tatsächlich habe die Änderung dazu geführt, dass in Kanada deutlich mehr Nutzer ein Abo abgeschlossen haben und somit zu einer Umsatzsteigerung auf diesem Markt beitrugen. Ein ähnliches Verhaltensmuster wird in anderen Ländern erwartet. Entweder entscheiden sich Trittbrettfahrer zur Erstellung eines eigenen Accounts oder der Hauptnutzer zahlt zukünftig einen Aufschlag.

Keinen DVD-Service mehr

Netflix bietet noch immer einen Service an, den man so in der Form keineswegs von dem Streaminganbieter erwartet hätte. In den USA können sich Kunden monatlich DVDs zuschicken lassen, was im Übrigen das damalige Geschäftsmodell von Netflix darstellte.

Bis heute werden Filme in physischer Form an Nostalgiker verschickt, womit immerhin noch 0,5 Prozent des Gesamtumsatzes erwirtschaftet wird. Der Dienst wird im September 2023 eingestellt.

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