Neue Schadsoftware verbreitet sich über eine manipulierte Version von Apples Entwicklungsumgebung Xcode
Eine auf XcodeGhost getaufte Schadsoftware verbreitet sich mit Hilfe einer manipulierten Version von Apples Entwicklungsumgebung Xcode. Erstellen Entwickler dann iOS-Apps mit dieser manipulierten Version, landet die Schadsoftware auch in den Apps und den Geräten der Endanwender, wo sie dann verschiedene Daten auslesen und über Server Befehle entgegen nehmen kann um Phishing-Angriffe auszuführen.
Cybersicherheit betrifft jeden Computernutzer, vor allem in Zeiten von Onlinebanking und anderen Dienstleistungen mit sensiblen Daten. Apples beide Betriebssysteme iOS und OS X gelten dabei jedoch allgemein als vergleichsweise sicher, wenn auch trotzdem ab und zu Sicherheitslücken entdeckt werden, die mal mehr mal weniger schwerwiegend sind.
Eine neu entdeckte Schadsoftware für iOS geht den Umweg über Apples Entwicklungsumgebung Xcode, oder genauer gesagt eine manipulierte Version davon, die nicht auf Apples Servern sondern im chinesischen Cloud-Dienst Baidu zu finden ist. Erstellen Entwickler dann Apps mit dieser manipulierten Xcode-Version, wird die Schadsoftware mit eingebaut. Die Apps können dann zusammen mit dem Schadcode an Apples Sicherheitsüberprüfung vorbei in den App Store gelangen.
Bisher wurden über 50 infizierte Apps entdeckt, wie das auf Cybersicherheit spezialisierte Unternehmen Palo Alto Networks meldet. Dazu zählt auch die in China weit verbreitete App WeChat, die über 500 Millionen Nutzer hat sowie andere beliebte Apps wie beispielsweise die Scanner-App CamCard. Auf den Endgeräten angekommen kann die Schadsoftware dann verschiedene Daten sammeln, wie beispielsweise die Art des Gerätes mit der UUID sowie den Inhalt des Zwischenspeichers. Die Schadsoftware kann aber auch über einen Server Befehle von den Angreifern entgegennehmen und dann Meldungen sowie manipulierte Webseiten aufrufen, um dann mit dem Phishing-Angriff an Passwörter der Nutzer zu kommen.
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