NFC-Chip im iPhone: EU-Kartellbehörden genehmigen die Freigabe für Drittanbieter
Mehrere Jahre hat sich die Angelegenheit in die Länge gezogen, nächsten Monat soll es nun so weit sein: Im Mai könnte die Freigabe von Apples iPhone NFC-Chip für Drittanbieter erfolgen.

Apple Pay ist derzeit das einzige Bezahlsystem, das auf dem iPhone für die Nutzung des NFC-Chips freigeschaltet ist. Andere Banken und Zahldienstleister haben somit keine Chance, ihre eigenen Produkte zum kontaktlosen Bezahlen auf einem Apple-Smartphone anzubieten. Die Sparkasse zum Beispiel kann deshalb ihren Kunden das hauseigene Payment-System „Mobiles Bezahlen“ nicht auf dem iPhone zur Verfügung stellen und wollte Apple schon vor gut sechs Jahren zum Umdenken bewegen.
Was die Sparkasse nicht schaffte, ist nun der Europäischen Union gelungen. Apple muss den NFC-Chip im iPhone für alle Bezahldienstleister freigeben, sonst drohen saftige Strafzahlungen. Diese will man in Cupertino natürlich umgehen – bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes werden sonst im schlimmsten Fall fällig.
NFC für alle, wahrscheinlich ab Mai
Apple hat der Europäischen Union deshalb ein Papier vorgelegt, wie man das Ganze umsetzen möchte. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und bezieht sich dabei auf nicht näher genannte Quellen. Die EU hat das Papier geprüft und Apple gebeten, an der einen oder anderen Stelle Änderungen vorzunehmen.
Das ist nun geschehen, die finale Fassung der neuen NFC-Strategie liegt Brüssel nun vor und wird erneut geprüft. Wie die Quellen von Reuters melden, scheint die EU mit der überarbeiteten Fassung jedoch zufrieden zu sein, sodass NFC für Drittanbieter schon ab Mai, spätestens aber im Sommer freigeschaltet werden könnte.
Die Freigabe erfolgt zuerst auf dem iPhone und später auch auf dem iPad und anderen mobilen Apple-Geräten. Drittanbieter können dann sogar eigene mobile Wallets anbieten, ganz ohne die Wallet von Apple nutzen zu müssen und auf Schnittstellen wie Face ID zugreifen.
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