Personal Voice: Die erste Beta von iOS 17 bringt das Voice-Banking auf das iPhone
Mitte Mai hat Apple mit Personal Voice ein bemerkenswertes Feature von iOS 17 angekündigt. In der ersten Beta kann die eigene Stimme via Voice-Banking bereits konserviert werden.

Bei iOS 17 handelt es sich im Vergleich zu älteren iOS-Versionen um ein eher kleines Update. Die während der WWDC23-Keynote gezeigten Funktionen zeigen, dass die Kommunikation im Mittelpunkt steht. Neben diversen Verbesserungen von iMessage, FaceTime und der Telefon-App enthält iOS 17 eine weitere Neuerung, die Apple jedoch schon einige Wochen vor dem Event am vergangenen Montag angekündigt hat.
Die Rede ist von Personal Voice (hierzulande „Eigene Stimme“). Als Apple das neue Feature Mitte Mai mit einer stillen Pressemitteilung in seinem Newsroom vorstellte, haben wir die grundlegende Funktionsweise schon einmal näher beleuchtet. Mit wenigen Worten zusammengefasst: Personal Voice ist nichts anderes als Voice-Banking, ein Verfahren, mit dem man die eigene Stimme konservieren kann für den Fall, dass man diese irgendwann durch eine Krankheit oder einen Unfall verliert.
Was Personal Voice so besonders macht
Das Konservieren der eigenen Stimme mithilfe von Voice-Banking dauert mit den gängigen Verfahren normalerweise mehrere Monate. Um eine eigene KI-Stimme zu nutzen, ist zudem ein komplexes System notwendig. Viele Voice-Banking-Anbieter setzen zudem eine Verbindung ins Internet voraus, da die Datenverarbeitung auf deren Servern abläuft.
Unter iOS 17, aber auch iPadOS 17 sowie auf Macs mit macOS 14 Sonoma und M1- bzw. M2-Chip werden alle Daten offline berechnet - maschinelles Lernen macht es möglich. Dazu kommt, dass Personal Voice als Bestandteil der Apple-Betriebssysteme komplett kostenlos zur Verfügung steht. Zum Start wird allerdings nur die englische Sprache unterstützt.
Einrichtung in wenigen Schritten
Nachdem Apple am Montag die erste Betaversion von iOS 17 für Entwickler zum Download freigegeben hat, haben diese Personal Voice getestet. Das Erstellen einer eigenen Stimme funktioniert genauso einfach, wie Apple es in seiner Pressemitteilung beschrieben hat.
Um „Eigene Stimme“ einzurichten, benötigt man neben der Beta von iOS 17, iPadOS 17 bzw. macOS 14 ein kompatibles iPhone, iPad, oder einen Mac sowie etwas Zeit. Nach der Installation von iOS 17 öffnet man die Einstellungen und navigiert zu den Bedienungshilfen. Dort scrollt man etwas nach unten und wählt den Punkt „Eigene Stimme“. Nach einem Klick auf „Eigene Stimme erstellen“ kann man dem Projekt einen Namen geben und dann geht es auch schon los.
In den nächsten Minuten hält man sich an die Anweisungen, die auf dem Bildschirm angezeigt werden. Es müssen mehrere Dutzend Sätze eingesprochen werden. Über den Button „Fertig“ kann man den Vorgang unterbrechen und jederzeit fortführen. Nachdem man alle Sätze durchgearbeitet hat, steht die eigene Stimme in den Bedienungshilfen bereit. Diese kann dann mit anderen Apple-Geräten der gleichen Apple-ID geteilt und sogar in Apps von Drittanbietern genutzt werden.
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