Skype gibt Nutzern mit neuem Update Zugriff auf virtuelle Hintergründe
Das neue Update lässt Skype nun auch in den zuvor einzigartigen Features von Zoom aufholen - ein starker Vorteil, da Zoom zurzeit mit Sicherheitslücken beschäftigt ist.

Mit einem großen neuen Update hat Skype die Art, Videokonferenzen zu halten, so einfach wie keine andere App gemacht. Alles was der Nutzer braucht, ist ein Link, der auf der offiziellen Seite mit jedem beliebigen Gerät erstellt werden kann. Daraufhin wird mit dem Link ein Raum erstellt, der so oft genutzt werden kann wie man möchte - teilt man so diesen Link mit seinen Kollegen oder Freunden, können diese mit einem Klick dem Raum beitreten und problemlos an der Konferenz teilnehmen. Keine Installation von Skype wird benötigt, kein Login wird erfordert, der Link des Raumes ist alles was gebraucht wird. Eine solch einfach gestaltete Art der Videokonferenz findet man bei keinem Konkurrenten, was Skype einen kritischen Vorteil gegenüber dem größten Widersacher Zoom landen kann; jedoch fehlen immer noch ein paar Funktionen die Nutzer zu anderen Services gezogen haben. Mit dem neuen Update will Skype, von Mac und Windows bis hin zu der Linux- oder Browser-Version, für wenigstens eine davon Abhilfe schaffen.
Videokonferenzen aus dem Weltall
Insbesondere Zoom machte mit der Funktion der eigenen Hintergründe auf sich aufmerksam, welche es dem Nutzer ermöglicht einen frei verstellbaren Hintergrund bei einer Videokonferenz über den richtigen Hintergrund anzeigen zu lassen. So können Nutzer von jedem Standort (oder in einem ungünstigen Platz bei sich Zuhause) einer Konferenz beitreten, während ein Stück Privatsphäre bewahrt wird. Bislang verfügte nur Zoom über dieses Feature, jedoch hat Skype nun eine andere Art dieser eigenen Hintergründe in die App eingepflegt. Skype kann schon seit langem den Hintergrund weichzeichnen lassen, was Objekte und Details hinter dem Nutzer verschleiert, aber mit den sogenannten virtuellen Hintergründen kann so der Nutzer einen komplett anderen Raum simulieren lassen. Skype selbst erklärt dieses Feature so, dass "dies überall [simulieren] kann: Möchtest du es aussehen lassen, als ob du von einem Strand anrufst, oder aus dem Weltall? Nun kannst du das, mit virtuellen Hintergründen in Videoanrufen."
Das Einbinden von virtuellen Hintergründen ist dabei ähnlich einfach wie das Beitreten eines Raumes auf Skype und funktioniert selbst inmitten einer Konferenz. Der Nutzer muss hierzu nur das Seitenmenü aufrufen und die 'Hintergrundeffekt ändern' Option anklicken, woraufhin der Nutzer dann die Wahl hat, seinen Hintergrund nur weichzeichnen zu lassen oder ein Bild aus seinen Dateien als Hintergrund zu verwenden. Eine wichtige Anmerkung ist, dass dieses Feature jedoch noch nicht mit der Microsoft Store Version von Skype für Windows 10 funktioniert, die separate .exe Version außerhalb des Stores beinhaltet das Feature aber trotzdem.
Als nebensächliche Ergänzung in diesem Update ist es nun für Mac Nutzer auch einfacher geworden, Dateien an Kontakte zu senden. Diese können nun einfach von dem Finder ausgewählt und geteilt werden. Optionen während eines Anrufs sind laut den offiziellen Patch Notes nun ebenfalls geschmeidiger gestaltet worden.
Der Konkurrenz zuvorkommen
All diese Veränderungen sind natürlich als Antwort auf die angehende Pandemie zu sehen, welche Millionen an Arbeitskräfte an ihr eigenes Heim als Arbeitsplatz anbindet und Videokonferenz-Services zu einer grundlegenden Basis für anhaltende Produktivität macht. Allerdings können speziell Features wie die virtuellen Hintergründe als Reaktion auf die Probleme von Zoom gesehen werden, dessen Unternehmen mit vielen Anschuldigungen des Bruches der Privatsphäre zu tun hat - von falschem Marketing zur ungenannten Benutzung des Facebook SDK steht Zoom zurzeit unter viel Beschuss. Die resultierenden Verbote innerhalb der Regierungen vieler Länder, darunter selbst Deutschland, brachten CEO Eric S. Yuan dazu, den Fokus des Unternehmens komplett auf die gründliche Behebung dieser Sicherheitslücken umzukrempeln. Dies ist so eine besonders lukrative Zeit für andere Services wie Skype oder Google Hangouts, die so langsam Vertrauen der Zoom-Nutzer für den eigenen Service gewinnen können.
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