SMS wird immer mehr zum Auslaufmodell
Während die SMS im ersten Jahrzehnt regelrecht boomte und den Mobilfunkbetreibern große Gewinne einbrachte, da der netzseitige Aufwand dafür vergleichsweise sehr gering ist, sinkt die Zahl der versendeten SMS seit 2012 immer weiter ab. Im letzten Jahr wurden mit über 16 Milliarden versendeten SMS sogar weniger Kurznachrichten ausgetauscht, als 2001 mit über 17 Milliarden. Die SMS wird damit in Zeiten von WhatsApp und Co. immer mehr zu einem Auslaufmodell.
SMS steht als Abkürzung für Short Message Service und die Nutzung dieses Dienstes begann verstärkt etwa zur Jahrtausendwende. Ursprünglich war dieser dabei als ein Teil des Signalisierungskanals zum Rufaufbau im GSM-Netz gedacht, um bei Störungen Nutzern Informationen zusenden zu können. Eine Zeit lang wurde dieser Dienst dann auch Nutzern kostenlos angeboten, bis die Netzbetreiber erkannten, dass sich damit große Gewinne einfahren lassen. So stieg die Zahl der versendeten SMS immer weiter an, während der Aufwand für die Netzbetreiber vergleichsweise sehr gering ist.
Dieser Anstieg der versendeten SMS ging dann bis 2012 weiter und erreichte in dem Jahr in Deutschland 59,8 Milliarden versendete Kurznachrichten. Doch dann wurden über das Internet kommunizierende Messenger wie WhatsApp und Co. immer beliebter und so gab es bis in einem Jahr einen Absturz von über 20 Milliarden weniger versendeten SMS in Deutschland. Seit dem hat sich an dieser Entwicklung wenig geändert, wie von Statista veröffentliche Zahlen für das letzte Jahr zeigen.
Wurden 2014 noch 22,3 Milliarden SMS versendet, waren es im letzten Jahr nur noch 16,6 Milliarden SMS in Deutschland. Damit wurden im letzten Jahr in Deutschland weniger SMS versendet, als 2001 mit 17,1 Milliarden SMS. Der Rückgang hat sich also etwas verlangsamt, trotzdem befindet sich die SMS sehr deutlich auf einem absteigenden Ast und wird immer mehr zu einem Auslaufmodell.
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