Snapdragon X60: Qualcomm stellt neues 5G-Modem vor
Vor wenigen Tagen hat Qualcomm seinen neuen 5G-Chip vorgestellt. Der kleine Prozessor mit der Bezeichnung "Snapdragon X60" ist die mittlerweile dritte Generation des Qualcomm-5G-Modems und liefert neben seiner umfangreichen Kompatibilität mit nahezu allen Funknetzen eine beeindruckende Bandbreite.

Mit dem iPhone 12 wird Apple im Herbst das erste iPhone präsentieren, das über ein 5G-Modem verfügt. Bei dem Chip handelt es sich aller Voraussicht nach um den Snapdragon X55 von Qualcomm. Dieser ist die zweite Generation von Qualcomms 5G-Modems und unterstützt den mmWave-Frequenzbereich.
Qualcomm hat nun die dritte Generation seiner 5G-Modems vorgestellt. Der Snapdragon X60 ist baulich kleiner als der Vorgänger und arbeitet energieeffizienter, was der Akkuleistung des Smartphones zugutekommt.
Geschwindigkeiten von mehr als fünf Gbit pro Sekunde
Doch das sind nicht alle Vorzüge des neuen Chips. Der Snapdragon X60 bietet Unterstützung für die 5G-Frequenzbänder aller Mobilfunkanbieter weltweit. Smartphone-Hersteller, die sich für den Snapdragon X60 entscheiden, müssen also in Zukunft nicht mehr länderspezifische Modelle ihrer Geräte anbieten. Die mmWave-Technologie ist natürlich auch mit an Bord.
Ein großes Plus des Snapdragon X60 ist allerdings die Übertragungsgeschwindigkeit. Diese liegt zusammen mit mmWave laut Qualcomm bei bis zu 5,5 Gbit pro Sekunde und übertrifft somit alle 5G-Chips, die bisher erhältlich sind.
Zu spät für das iPhone 12
Für das iPhone 12 kommt der Snapdragon X60 aber wahrscheinlich zu spät. Wie am Montag bekannt wurde, hat Apple für die neue iPhone-Generation bereits eine eigene Antenne entwickelt, die auf den Snapdragon X55 abgestimmt ist. Das neue 5G-Modem von Qualcomm wird man also frühestens 2021 in einem iPhone vorfinden.
Ein Jahr später sollten dann vielleicht sogar die ersten von Apple selbst entwickelten 5G-Chips bereit für die Massenfertigung sein. Nach der Übernahme der Modemsparte von Intel im letzten Jahr benötigt der iPhone-Hersteller noch mindestens zwei Jahre, bis eigene 5G-Technik zum Einsatz kommen kann.
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