Sony: Große Smartphone-Hersteller werden dieses Jahr auf Dual-Kameras setzen
Wenn es um Bildsensoren für Kompaktkameras in Apples mobilen Geräten geht, ist Sony der Hauptzulieferer und der Finanzchef des Unternehmens hat nun eine Aussage gemacht, welche die bisherigen Gerüchte über eine Dual-Kamera beim iPhone 7 Plus zu bestätigen scheint. Demnach werden in diesem Jahr große Smartphonehersteller auf Dual-Kamera-Module von Sony setzen.
Ein wiederkehrendes Gerücht über das iPhone 7, genauer gesagt das iPhone 7 Plus, ist eine Dual-Kamera, die angeblich bei einer Sonderversion mit an Bord sein soll. Die Technik dafür soll unter anderem von Apples Aufkauf LinkX Imaging im letzten Jahr stammen. Das Unternehmen war auf kompakte Multisensor-Kameras spezialisiert und wir haben über den Aufkauf und die angebliche Dual-Kamera beim iPhone 7 Plus schon berichtet.
Nun hat sich in dem Zusammenhang auch der Finanzchef von Sony geäußert und scheint die bisherigen Gerüchte zu bestätigen. Bei der Besprechung der Quartalszahlen gab Kenchiro Yoshida an, dass große Smartphone-Hersteller in diesem Jahr Dual-Kameras von Sony verbauen werden. Dazu muss erwähnt werden, dass Sony schon lange die Bildsensoren für Apples iOS-Geräte liefert und erst Ende des letzten Jahres noch den Anteil von Toshiba übernommen hat.
Yoshida spricht dabei explizit in der Mehrzahl von großen Smartphone-Herstellern, neben Apple ist also auch mit ziemlicher Sicherheit Samsung gemeint, der seit langem weltweit größte Smartphone-Hersteller ist. Demnach wird die Dual-Kamera kein Alleinstellungsmerkmal des neuen iPhone 7 Plus werden. Eine komplette Neuheit wäre eine Dual-Kamera sowieso nicht. Auch andere Hersteller haben sich schon auf dieses Gebiet vorgewagt, beispielsweise Huawei mit dem Honor 6 Plus Smartphone.
Dual-Kameras bieten vielfältigen Möglichkeiten, die es erlauben sowohl bisher vorhandene Beschränkungen zu überwinden als auch völlig neue Funktionen zu realisieren. Ein Problem bei kompakten Digitalkameras ist das Bildrauschen bei wenig Licht, wobei dieses Rauschen im Bildsensor selbst entsteht. Bei Zwei Sensoren hat man zwei unterschiedliche Rauschmuster und kann diese dann herausrechnen, sodass sich bei wenig Licht bessere Bilder schießen lassen.
Daneben sind diverse Spielereien möglich, indem die beiden Kameras gleichzeitig unterschiedlich eingesetzt werden. So könnten beide Kameras mit jeweils unterschiedlichem Zoom und Zeitauflösung aufnehmen, oder eine Kamera könnte Videoaufnahmen erstellen, die andere gleichzeitig Fotos in voller Auflösung des Bildsensors. Auch 3D-Aufnahmen sind prinzipiell möglich, da beide Kameras das Bild jeweils leicht versetzt aufnehme und so Tiefeninformationen enthalten, die sich mit einer Software herausrechnen lassen.
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