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Strengere Regeln zum Vorgehen gegen Fakenews bei Twitter: Konzern markiert jetzt auch Fakenews zu Impfstoffen

Twitter führt neue Regeln ein im Kampf gegen irreführende Tweets zum Thema COVID-19. Unter diesen Tweets soll es nicht nur Labels mit Hinweisen geben, außerdem sollen die Autoren verwarnt und im schlimmsten Fall von Twitter ausgeschlossen werden.

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AppTickerTeam
02.03.20213 Min. Lesezeit
Strengere Regeln zum Vorgehen gegen Fakenews bei Twitter: Konzern markiert jetzt auch Fakenews zu Impfstoffen
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In den letzten zwei Jahren hat sich bei den Sozialen Netzwerken viel getan, wenn es um die Bekämpfung von Fakenews geht. Zuletzt gab es bei Twitter im US-Amerikanischen Wahlkampf Hinweise unter irreführenden Tweets. Die Social Media Plattform übernimmt nun dieses Format und markiert sämtliche Tweets, die Fehlinformationen zu COVID-19 und den Impfstoffen enthalten. Außerdem werden die Ersteller eines solchen Tweets verwarnt.

Twitter gegen Fakenews: Diese Maßnahmen unternimmt der Konzern

Warnungen zu Fehlinformationen unter Tweets - das hatte es bereits im US-Wahlkampf gegeben. Dabei wurden Nutzer, die versuchten, einen solchen Beitrag zu teilen oder zu linken, darauf hingewiesen, dass es in dem zugehörigen Tweet irreführende Informationen gäbe. Im Fall des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump ging das ganze so weit, dass dieser aufgrund von mehrmaligem Teilen von Fehlinformationen von Twitter ausgeschlossen wurde.

Das selbe System soll nun auch für Tweets über Impfstoffe gegen COVID-19 gelten. Twitter selbst gibt an, dass die Überprüfung von Tweets zunächst ein menschliches Team übernehmen werde. Werden irreführende Inhalte festgestellt, so wird das ganze entsprechend gekennzeichnet:

Dieser Tweet ist irreführend. Finden Sie heraus, warum Gesundheitsbeamte COVID-19-Impfstoffe für die meisten Menschen für sicher halten.

Neben der Warnung sollen Webseiten von Gesundheitsbehörden verlinkt werden, auf denen verlässliche Informationen zu Impfstoffen gefunden werden können. Markierte Tweets werden nicht gelöscht, aber können von Nutzern nicht mehr geteilt werden. Später soll die Aufgabe dann eine künstliche Intelligenz übernehmen, die zuvor aber erst noch lernen muss, gefälschte Inhalte von seriösen Inhalten zu unterscheiden.

Aber nicht nur die Leser eines markierten Tweets sollen eingeschränkt werden, die Autoren selbst erfahren eine Reihe von Verwarnungen, die bis zum Ausschluss von Twitter führen können. Bei der ersten Verwarnung wird ein Autor nur darüber belehrt, welche Konsequenzen es haben kann, Fehlinformationen in einem sozialen Netzwerk zu teilen. Bei der zweiten und dritten Verwarnung wird das Konto jeweils für 12 Stunden gesperrt. Die vierte Verwarnung führt zu einem Ausschluss für sieben Tage, bei der fünften Verwarnung wird ein Nutzer dauerhaft von Twitter ausgeschlossen. Das System funktioniert ähnlich wie auch bei Facebook.

Neben Fehlinformationen zu den Impfstoffen, die unterbunden werden sollen, setzt sich Twitter auch im Kampf gegen Fehlinformationen zu COVID-19 an sich ein. Dazu gehören Fehlinformationen bezüglich der Wirksamkeit von Behandlungsmaßnahmen und Prävention, Fehlinformationen zu Maßnahmen der Eindämmung und Vorschriften, Fehlinformationen zu dem Infektionsrisiko und der Sterblichkeitsrate und eine erfundene Zugehörigkeit, zum Beispiel zu der Gruppe von Ärzten. Vorerst sollen die Maßnahmen nur im englischsprachigen Raum wirken, sie werden aber bald auch auf andere Sprachen ausgeweitet. Zu sehen sind die Labels sowohl in der offiziellen App von Twitter, als auch im Browser.

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